Tunnelbeschränkungscode (TBC)
Gefahrgut-Heute.de

Gefahrgutbeförderung durch Tunnel

2007   wurden   im   ADR   der   Tunnelbeschränkungscode   (TBC)   eingeführt,   der   dem   Kapitel   3,   Stoffliste,   Spalte   15,   des ADR   zu   entnehmen   und   im   Beförderungspapier   anzugeben   ist.   Der   Eintrag   muss   nicht   erfolgen,   wenn   vorher bekannt   ist,   dass   kein   Tunnel   durchfahren   wird,   oder   wenn   im   Rahmen   von   Freistellungen   nach   ADR   1.1.3.6 transportiert wird. Begriffsbestimmung und Regelungen zu Tunneldurchfahrten Ein Tunnel ist nach DIN1076 dann ein Tunnel, wenn er länger als 80m ist - bis 80m ist er eine Unterführung. Ab einer Länge von 400m wird die Länge eines Tunnel vor der Einfahrt angegeben. Ab einer Länge von 3000m wird im Tunnel alle 1000m die noch zurückzulegende Strecke angegeben. Grundsätzliches Verhalten bei Einfahrt in einen Tunnel bzw. bei Durchfahrt eines Tunnels Schalten Sie das Abblendlicht ein. Merken Sie sich den Kilometerstand Ihres Tachometers bei Einfahrt in einen Tunnel, um dann jederzeit zu wissen, in welchem Abschnitt des Tunnels Sie sich befinden. Das Wenden im Tunnel ist grundsätzlich verboten. Schalten Sie den Verkehrsfunk ein. Bei einem Notfall oder einer Panne fahren Sie, wenn möglich, unbedingt die ausgewiesenen Nothalte- bzw. Pannenbuchten an. Halten Sie unbedingt den Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein. Halten Sie die Höchstgeschwindigkeit ein. Wenn Sie bei Einfahrt in einen Tunnel bereits einen Stau erkennen können, fahren Sie erst gar nicht hinein. Schließen Sie alle Fenster und schalten die Umluftanlage Ihres Fahrzeugs ein, damit keine Abgase ins Innere des Fahrzeug eindringen können. Schalten Sie bei Stau das Warnblinklicht ein. Stellen Sie bei längerem Stillstand den Motor ab. Diese Tunnelkategorien gibt es: Bemerkung 1 . Zum      Beispiel      ist      die      Durchfahrt      einer      Beförderungseinheit      mit      UN0161      Treibladungspulver, Klassifizierungscode     1.3C,     Tunnelbeschränkungscode     C5000D     in     einer     Menge,     die     einer     gesamten Nettoexplosivstoffmasse von 3000 kg entspricht, durch Tunnel der Kategorien D und E verboten. 2 . In   begrenzten   Mengen   verpackte   gefährliche   Güter,   die   in   Containern   oder   Beförderungseinheiten   befördert werden,     die     gem     den     Vorschriften     des     IMDG-Codes     gekennzeichnet     sind,     unterliegen     nicht     den Beschränkungen    für    die    Durchfahrt    von    Tunneln    der    Kategorie    E,    sofern    die    Bruttogesamtmasse    der Versandstücke    mit    gefährlichen    Gütern    in    begrenzten    Mengen    8    Tonnen    je    Beförderungseinheit    nicht überschreitet. Tabelle für Stückgutverkehr NEM = Nettoexplosivstoffmasse (Angabe im Beförderungspapier) Bei   der   Beförderung   von   Mischladungen   mit   verschiedenen   Tunnelbeschränkungscodes   ist   stets   der   strengste   TBC anzuwenden! Tabelle für Tankverkehr NEM = Nettoexplosivstoffmasse (Angabe im Beförderungspapier) Bei   der   Beförderung   von   verschiedenen   Produkten   mit   unterschiedlichen   Tunnelbeschränkungscodes   ist   stets   der strengste TBC anzuwenden! Beim    Transport    eines    Stoffes    oder    Gegenstandes    der    Beförderungskategorie    0    ist    das    Fahrzeug    immer    zu kennzeichnen    (Transporterlaubnis    vorausgesetzt),    da    es    keine    freigestellten    Mengen    geben    kann.    In    der Beförderungskategorie   4   ist   der   Transport   in   unbegrenzter   Menge   möglich,   solange   im   Rahmen   der   Freistellungen transportiert wird. Transport von freigestellten Mengen Wird Gefahrgut im Rahmen des ADR 1.1.3.6 Gefahrgut befördert, d.h., die Beförderungseinheit ist nicht kennzeichnungspflichtig, bei Zuladung bei verschiedenen Absendern sind die Punkte zu addieren, sowie Versandstücke   mit   Gefahrgut   in   freigestellten   Mengen   (Excepted   Quantities),   die   mit   dem   links abgebildeten Aufkleber versehen sein müssen. Transport von freigestellten Mengen und begrenzten Mengen Die Anzahl der zu transportierenden Versandstücke in freigestellten Mengen ist auf 1000 Stück begrenzt und Versandstücke   mit   Gefahrgut   in   begrenzten   Mengen   (Limited   Quantities),   die   zusätzlich   zum   Gefahrzettel   mit   dem links abgebildeten Gefahrzettel versehen sein müssen. Begrenzte   Mengen   dürfen   Tunnel   frei   passieren,   jedoch   nicht   Tunnel   der   Kategorie   E,   wenn   die Ladung   von   begrenzten   Mengen   8000kg   übersteigt.   LKW   mit   einem   zulässigen   Gesamtgewicht   von über   12t,   die   gemäß   ADR   3.4.13   kennzeichnungspflichtig   sind,   dürfen   Tunnel   der   Kategorie   E ebenfalls nicht durchfahren. Sonderregelungen Tunnel können in Abhängigkeit von Wochentag oder Uhrzeit verschiedenen Tunnelkategerien zugeordnet sein. Für einzelne Tunnels oder Länder kann ein Begleitfahrzeug vorgeschrieben sein. Beim Befahren eines Tunnels kann das Einschalten einer gelb-orange blinkenden Rundumleuchte gefordert sein.
© 2003 - 2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr  •  Letzte Aktualisierung: August 2017  Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Keine TBC Angabe erforderlich, wenn... Ein TBC muss nicht im Beförderungspapier angegeben werden, wenn bereits vorher feststeht, dass kein Tunnel durchfahren wird, oder wenn im Rahmen von Freistellungen nach ADR 1.1.3.6 transportiert wird.
Tunnelkategorie Erklärung   keine Beschränkungen  
Beschränkungen für gefährliche Güter, die zu einer sehr großen Explosion führen können.  
Beschränkungen für gefährliche Güter, die zu einer sehr großen Explosion, großen Explosion und dem Freiwerden von Giften führen können.  
Beschränkung für Güter, die zu allen Gefahren nach Kategorie C und zusätzlich zu einem Brand führen können.  
Beschränkungen für alle gefährlichen Güter in kennzeichnungspflichtiger Menge Freigestellte Gefahrgüter nach ADR 3.4 bei mehr als 8t Bruttomasse je Beförderungseinheit ausgenommen sind UN 2919, 3291, 3359 und 3373  
Tabelle für Stückgutverkehr Tabelle für Tankverkehr Freigestellte Mengen Begrenzte Mengen Tunnelcode A Tunnelcode B Tunnelcode C Tunnelcode D Tunnelcode E nach oben nach oben nach oben nach oben
Aktualisierungen Die Bundesländer können Straßentunnel jederzeit weiteren oder zeitlich begrenzten Tunnelcodes zuordnen. Dazu gibt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf seiner Website immer wieder Aktualisierungen bekannt. Schauen Sie hier einfach mal nach: BMVI Aktualisierungen 
Tunnelcode C Gefahrgut-Blog.de Newsletter Gefahrgut-Blog.de Gefahrgutfibel
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2007   wurden   im   ADR   der   Tunnelbeschränkungscode   (TBC)   eingeführt, der   dem   Kapitel   3,   Stoffliste,   Spalte   15,   des   ADR   zu   entnehmen   und   im Beförderungspapier    anzugeben    ist.    Der    Eintrag    muss    nicht    erfolgen, wenn   vorher   bekannt   ist,   dass   kein   Tunnel   durchfahren   wird,   oder   wenn im Rahmen von Freistellungen nach ADR 1.1.3.6 transportiert wird. Begriffsbestimmung und Regelungen zu Tunneldurchfahrten Ein Tunnel ist nach DIN1076 dann ein Tunnel, wenn er länger als 80m ist - bis 80m ist er eine Unterführung. Ab einer Länge von 400m wird die Länge eines Tunnel vor der Einfahrt angegeben. Ab einer Länge von 3000m wird im Tunnel alle 1000m die noch zurückzulegende Strecke angegeben. Grundsätzliches Verhalten bei Einfahrt in einen Tunnel bzw. bei Durchfahrt eines Tunnels Schalten Sie das Abblendlicht ein. Merken Sie sich den Kilometerstand Ihres Tachometers bei Einfahrt in einen Tunnel, um dann jederzeit zu wissen, in welchem Abschnitt des Tunnels Sie sich befinden. Das Wenden im Tunnel ist grundsätzlich verboten. Schalten Sie den Verkehrsfunk ein. Bei einem Notfall oder einer Panne fahren Sie, wenn möglich, unbedingt die ausgewiesenen Nothalte- bzw. Pannenbuchten an. Halten Sie unbedingt den Mindestabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ein. Halten Sie die Höchstgeschwindigkeit ein. Wenn Sie bei Einfahrt in einen Tunnel bereits einen Stau erkennen können, fahren Sie erst gar nicht hinein. Schließen Sie alle Fenster und schalten die Umluftanlage Ihres Fahrzeugs ein, damit keine Abgase ins Innere des Fahrzeug eindringen können. Schalten Sie bei Stau das Warnblinklicht ein. Stellen Sie bei längerem Stillstand den Motor ab. Diese Tunnelkategorien gibt es: Bemerkung 1 . Zum    Beispiel    ist    die    Durchfahrt    einer    Beförderungseinheit    mit UN0161        Treibladungspulver,        Klassifizierungscode        1.3C, Tunnelbeschränkungscode    C5000D    in    einer    Menge,    die    einer gesamten   Nettoexplosivstoffmasse   von   3000   kg   entspricht,   durch Tunnel der Kategorien D und E verboten. 2 . In     begrenzten     Mengen     verpackte     gefährliche     Güter,     die     in Containern   oder   Beförderungseinheiten   befördert   werden,   die   gem den      Vorschriften      des      IMDG-Codes      gekennzeichnet      sind, unterliegen    nicht    den    Beschränkungen    für    die    Durchfahrt    von Tunneln    der    Kategorie    E,    sofern    die    Bruttogesamtmasse    der Versandstücke   mit   gefährlichen   Gütern   in   begrenzten   Mengen   8 Tonnen je Beförderungseinheit nicht überschreitet. Tabelle für Stückgutverkehr NEM = Nettoexplosivstoffmasse (Angabe im Beförderungspapier) Bei      der      Beförderung      von      Mischladungen      mit      verschiedenen Tunnelbeschränkungscodes ist stets der strengste TBC anzuwenden! Tabelle für Tankverkehr NEM = Nettoexplosivstoffmasse (Angabe im Beförderungspapier) Bei   der   Beförderung   von   verschiedenen   Produkten   mit   unterschiedlichen Tunnelbeschränkungscodes ist stets der strengste TBC anzuwenden! Beim        Transport        eines        Stoffes        oder        Gegenstandes        der Beförderungskategorie    0    ist    das    Fahrzeug    immer    zu    kennzeichnen (Transporterlaubnis   vorausgesetzt),   da   es   keine   freigestellten   Mengen geben    kann.    In    der    Beförderungskategorie    4    ist    der    Transport    in unbegrenzter   Menge   möglich,   solange   im   Rahmen   der   Freistellungen transportiert wird. Transport von freigestellten Mengen Wird Gefahrgut im Rahmen des ADR 1.1.3.6 Gefahrgut befördert, d.h., die Beförderungseinheit ist nicht kennzeichnungspflichtig, bei Zuladung bei verschiedenen Absendern sind die Punkte zu addieren, sowie Versandstücke   mit   Gefahrgut   in   freigestellten   Mengen (Excepted   Quantities),   die   mit   dem   links   abgebildeten Aufkleber versehen sein müssen. Transport von freigestellten Mengen und begrenzten Mengen Die    Anzahl    der    zu    transportierenden    Versandstücke    in    freigestellten Mengen ist auf 1000 Stück begrenzt und Versandstücke      mit      Gefahrgut      in      begrenzten      Mengen      (Limited Quantities),   die   zusätzlich   zum   Gefahrzettel   mit   dem   links   abgebildeten Gefahrzettel versehen sein müssen. Begrenzte     Mengen     dürfen     Tunnel     frei     passieren, jedoch   nicht   Tunnel   der   Kategorie   E,   wenn   die   Ladung von   begrenzten   Mengen   8000kg   übersteigt.   LKW   mit einem    zulässigen    Gesamtgewicht    von    über    12t,    die gemäß     ADR     3.4.13     kennzeichnungspflichtig     sind, dürfen     Tunnel     der     Kategorie     E     ebenfalls     nicht durchfahren. Sonderregelungen Tunnel     können     in     Abhängigkeit     von     Wochentag     oder     Uhrzeit verschiedenen Tunnelkategerien zugeordnet sein. Für      einzelne      Tunnels      oder      Länder      kann      ein      Begleitfahrzeug vorgeschrieben sein. Beim   Befahren   eines   Tunnels   kann   das   Einschalten   einer   gelb-orange blinkenden Rundumleuchte gefordert sein.
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Beschränkungen für alle gefährlichen Güter in kennzeichnungspflichtiger Menge Freigestellte Gefahrgüter nach ADR 3.4 bei mehr als 8t Bruttomasse je Beförderungseinheit ausgenommen sind UN 2919, 3291, 3359 und 3373  
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