Die Kennzeichnung einer Gefahrgutverpackung
Gefahrgut-Heute.de

Versandstücke, die Gefahrgut enthalten, müssen vorschriftsmäßig gekennzeichnet sein.

Grundsatz für die Bezettelung Grundlage   ist   der Teil   3   des ADR   -   das   Stoffverzeichnis.   Hieraus   gehen   alle Anweisungen   für   jede   UN-Nummer   hervor, sei   es   für   die   Verpackung,   die   Verpackungsart,   die   Beförderung,   die   Bezettelung   (Markierung)   usw.   Sie   finden   hier   alle relevanten Sondervorschriften. Bei Fragen, die Gefahrgutverpackungen betreffen, schauen Sie bitte unter Gefahrgutverpackung   nach. Bei Fragen, die die Bezettelung und Gefahrklassen betreffen, schauen Sie bitte unter Die 9 Gefahrklassen  nach. Die folgenden Angaben müssen auf jedem Versandstück angebracht werden: Achtung - die Angaben in roter Schrift sind nur in der Luftfahrt eine zusätzliche Pflichtangabe. Versendername und Adresse Empfängername und Adresse UN gefolgt von der richtigen UN-Nummer Richtige Versandbezeichnung ggfls. mit technischem Namen Netto- oder Bruttomenge in Liter oder KG (wie jeweils gefordert) Hauptgefahrenzettel und ggfls. alle Nebengefahrenzettel sowie weitere geforderte Hinweise, bei den Gefahrklassen 1 und 7 müssen die Gefahrzettel auf zwei gegenüberliegenden Seiten angebracht sein Top-Pfeile auf zwei gegenüberliegenden Seiten, wenn das Gefahrgut flüssig ist und eine zusammengesetzte Verpackung und/oder Umverpackung verwendet wird. UN-geprüfte Verpackungen gemäß Verpackungsgruppe (wie jeweils gefordert) Alle     Markierungen     müssen     auf     einer      Seite     des Versandstücks    (hier    ein    Beispiel    aus    der    Luftfahrt) angebracht   sein,   sofern   die   Größe   des   Versandstücks dies    zuläßt.    Es    ist    eine    weitverbreitete    Unart,    die Markierungen   auf   dem   Packstück   zu   verteilen.   Denken Sie   dabei   an   einen   Notfall,   wo   das   schnelle   Erkennen dieser   Details   von   ausschlaggebender   Bedeutung   sein kann! Die     Markierungen     dürfen     nicht     oben     auf     einer Gefahrgutverpackung   angebracht   sein,   denn   entweder werden   andere   Frachtstücke   darauf   gepackt,   oder   das Packstück   selbst   wird   z.B.   in   einem   LKW   in   2m   Höhe verladen.     Niemand     kann     eine     solche     Verpackung schnell    lokalisieren    bzw.    Gefahrgut    als    solches    überhaupt    erkennen,    mal    ganz    von    den    möglichen    Gefahren abgesehen,   die   bei   der   Entladung   entstehen   können.   Der   eigentlich   quadratische   Gefahrzettel   muss   rautenförmig   auf das   Versandstück   geklebt   werden.   In   der   Luftfahrt   dürfen   diese   Gefahrzettel   zusätzlich   eine   Beschriftung   in   englischer Sprache   haben,   die   die   Art   der   Gefahr   erklärt,   jedoch   darf   der   eigentliche   Sinn   eines   solchen   Labels   nicht   verfälscht werden. Es   gibt   Künstler,   die   den   freien   Raum   auf   dem   Gefahrzettel   dafür   nutzen,   um   dort   die   UN-Nummer   handschriftlich einzutragen.   Das   ist   schlicht   verboten,   und   die   Sendung   wird   bei   einem   Kontrollcheck   zum   Weitertransport   abgelehnt werden, solange, bis der Versender es richtig gemacht hat. Im ADR   ist   ein   ergänzender   Hinweis   zwar   nicht   vorgesehen,   jedoch   dann   nach ADR   1.1.4.2.1   explizit   erlaubt,   wenn   es sich um eine Transportkette handelt, z.B. ein LKW bringt die Fracht zum Flughafen, von wo aus sie abfliegen wird. Wenn   es   sich   um   eine Transportkette   nach ADR   1.1.4.2.1   handelt,   muss   dies   im   Beförderungspapier   vermerkt   werden. (siehe Erforderliche Unterlagen) Beispiel für eine Beschriftung auf einem Gefahrzettel in der Luftfahrt Die folgenden Abbildungen stellen nur eine kleine Auswahl von vielen Möglichkeiten dar.

Einzelverpackungen

Eine   Einzelverpackung   besteht   aus   einer   einzelnen,   zugelassenen   Verpackung,   ohne   dass   weitere   Verpackungshilfen hinzugenommen werden. Bestes Beispiel hierfür ist derBenzin-Reservekanister in unserem Auto. Reservekanister aus Kunststoff Kanister aus Blech   Gefahrgutfässer mit abnehmbarem Deckel für feste Stoffe oder mit nicht abnehmbarem Deckel für flüssige Stoffe

Zusammengesetzte Verpackungen

Zusammengesetzte Verpackungen bestehen aus einer oder mehreren Innenverpackungen und Außenverpackungen, Innenverpackungen müssen gemäß der Gefahrstoffverordnung markiert sein. Versandfertig verpackter Karton (Label oben ist Unsinn!) Gefahrgutkartons verschiedener Größen Zugelassene Sperrholzkisten als Gefahrgutaußenverpackung Zusammenverpackung Die Innenverpackungen können jeweils unterschiedliche Gefahrgüter enthalten, soweit dies zugelassen ist. Auf   der   Außenverpackung   müssen   dann   für   jeden   Stoff   die   UN-Nummer,   die   richtige   Versandbezeichnung   inkl.   eines evtl.    technischen    Namen    sowie    die    Netto-    bzw    Bruttomenge,    wie    jeweils    gefordert,    angegeben    sein.    Für    jede Gefahrklasse muss müssen die entsprechenden Gefahrzettel geklebt werden. Ist    ein    Stoff    z.B.    der    Verpackungsgruppe    II    und    ein    anderer    der    Verpackungsgruppe    III    zugeordnet,    so    ist    als Außenverpackung mindestens ein Y-Verpackung zu wählen. Es ist immer die strengste Forderung zu erfüllen. Umverpackung (Overpack) Verschiedene,      fertig      gepackte      und      einzeln      versendbare      Versandstücke      können      unter      Beachtung      der Zusammenladbarkeit   zusammen   auf   einer   Palette   oder   in   eine   Kiste   gemeinsam   verpackt   werden.   So   lassen   sich leicht aus z.B. 20 einzelnen Sendungen nur eine einzige herstellen. Diese    neue,    zusätzliche    Verpackung    muss    nicht    geprüft    sein.    Sie    kann    aus    einer    Strechfolie,    aus    einem übergestülpten   Karton   bestehen,   oder   die   einzelnen   Versandstücke   sind   auf   einer   Palette   geladen   und   darauf   so gebändert,   dass   daraus   ein   einziges   Versandstück   wird.   Das   Wort   "Umverpackung"   muss   angebracht   sein   und   alle Markierungen aller Einzelverpackungen sind außen zu reproduzieren. Bergungsverpackung Links: Beschädigte Gefahrgutverpackung Sind Gefahrgutverpackungen beschädigt müssen sie in einer Bergungsverpackung verpackt werden. Eine Bergungsverpackung muss immer die höchsten Anforderungen erfüllen. Das Wort "Bergungsverpackung" muss, z.B. auf einem Fass, aufgedruckt oder angebracht sein, Die rechte Abbildung zeigt ein Bergungsfass. Ungeprüfte Verpackungen Für   bestimmte   Gefahrgüter   sind   keine   UN   geprüften   Verpackungen   vorgeschrieben.   Deshalb   können   ganz   normale Verpackungen gewählt werden, seien es Kartons, Fässer, Kisten und was sonst noch. Sie müssen lediglich die Mindestanforderungen nach ADR erfüllen.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: Januar 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Versandstücke, die Gefahrgut enthalten, müssen

vorschriftsmäßig gekennzeichnet sein.

Grundsatz für die Bezettelung Grundlage   ist   der   Teil   3   des   ADR   -   das   Stoffverzeichnis.   Hieraus gehen   alle   Anweisungen   für   jede   UN-Nummer   hervor,   sei   es   für   die Verpackung,   die   Verpackungsart,   die   Beförderung,   die   Bezettelung (Markierung)        usw.        Sie        finden        hier        alle        relevanten Sondervorschriften. Bei   Fragen,   die   Gefahrgutverpackungen   betreffen,   schauen   Sie   bitte unter Gefahrgutverpackung   nach. Bei    Fragen,    die    die    Bezettelung    und    Gefahrklassen    betreffen, schauen Sie bitte unter Die 9 Gefahrklassen  nach. Die folgenden Angaben müssen auf jedem Versandstück angebracht werden: Achtung - die Angaben in roter Schrift sind nur in der Luftfahrt eine zusätzliche Pflichtangabe. Versendername und Adresse Empfängername und Adresse UN gefolgt von der richtigen UN-Nummer Richtige Versandbezeichnung ggfls. mit technischem Namen Netto- oder Bruttomenge in Liter oder KG (wie jeweils gefordert) Hauptgefahrenzettel und ggfls. alle Nebengefahrenzettel sowie weitere geforderte Hinweise, bei den Gefahrklassen 1 und 7 müssen die Gefahrzettel auf zwei gegenüberliegenden Seiten angebracht sein Top-Pfeile auf zwei gegenüberliegenden Seiten, wenn das Gefahrgut flüssig ist und eine zusammengesetzte Verpackung und/oder Umverpackung verwendet wird. UN-geprüfte Verpackungen gemäß Verpackungsgruppe (wie jeweils gefordert) Alle   Markierungen   müssen   auf   einer    Seite   des   Versandstücks   (hier ein   Beispiel   aus   der   Luftfahrt)   angebracht   sein,   sofern   die   Größe des   Versandstücks   dies   zuläßt.   Es   ist   eine   weitverbreitete   Unart,   die Markierungen   auf   dem   Packstück   zu   verteilen.   Denken   Sie   dabei   an einen    Notfall,    wo    das    schnelle    Erkennen    dieser    Details    von ausschlaggebender Bedeutung sein kann! Die   Markierungen   dürfen   nicht   oben   auf   einer   Gefahrgutverpackung angebracht      sein,      denn      entweder werden    andere    Frachtstücke    darauf gepackt,    oder    das    Packstück    selbst wird   z.B.   in   einem   LKW   in   2m   Höhe verladen.    Niemand    kann    eine    solche Verpackung    schnell    lokalisieren    bzw. Gefahrgut      als      solches      überhaupt erkennen,   mal   ganz   von   den   möglichen   Gefahren   abgesehen,   die bei   der   Entladung   entstehen   können.   Der   eigentlich   quadratische Gefahrzettel    muss    rautenförmig    auf    das    Versandstück    geklebt werden.   In   der   Luftfahrt   dürfen   diese   Gefahrzettel   zusätzlich   eine Beschriftung   in   englischer   Sprache   haben,   die   die   Art   der   Gefahr erklärt,   jedoch   darf   der   eigentliche   Sinn   eines   solchen   Labels   nicht verfälscht werden. Es   gibt   Künstler,   die   den   freien   Raum   auf   dem   Gefahrzettel   dafür nutzen,   um   dort   die   UN-Nummer   handschriftlich   einzutragen.   Das   ist schlicht   verboten,   und   die   Sendung   wird   bei   einem   Kontrollcheck zum   Weitertransport   abgelehnt   werden,   solange,   bis   der   Versender es richtig gemacht hat. Im   ADR   ist   ein   ergänzender   Hinweis   zwar   nicht   vorgesehen,   jedoch dann   nach   ADR   1.1.4.2.1   explizit   erlaubt,   wenn   es   sich   um   eine Transportkette    handelt,    z.B.    ein    LKW    bringt    die    Fracht    zum Flughafen, von wo aus sie abfliegen wird. Wenn   es   sich   um   eine   Transportkette   nach   ADR   1.1.4.2.1   handelt, muss     dies     im     Beförderungspapier     vermerkt     werden.     (siehe Erforderliche Unterlagen) Beispiel für eine Beschriftung auf einem Gefahrzettel in der Luftfahrt Die folgenden Abbildungen stellen nur eine kleine Auswahl von vielen Möglichkeiten dar.

Einzelverpackungen

Eine   Einzelverpackung   besteht   aus   einer   einzelnen,   zugelassenen Verpackung,   ohne   dass   weitere   Verpackungshilfen   hinzugenommen werden.    Bestes    Beispiel    hierfür    ist    derBenzin-Reservekanister    in unserem Auto. Reservekanister aus Kunststoff Kanister aus Blech   Gefahrgutfässer mit abnehmbarem Deckel für feste Stoffe oder mit nicht abnehmbarem Deckel für flüssige Stoffe

Zusammengesetzte Verpackungen

Zusammengesetzte Verpackungen bestehen aus einer oder mehreren Innenverpackungen und Außenverpackungen, Innenverpackungen müssen gemäß der Gefahrstoffverordnung markiert sein. Versandfertig verpackter Karton (Label oben ist Unsinn!) Gefahrgutkartons verschiedener Größen Zugelassene Sperrholzkisten als Gefahrgutaußenverpackung Zusammenverpackung Die       Innenverpackungen       können       jeweils       unterschiedliche Gefahrgüter enthalten, soweit dies zugelassen ist. Auf   der   Außenverpackung   müssen   dann   für   jeden   Stoff   die   UN- Nummer,     die     richtige     Versandbezeichnung     inkl.     eines     evtl. technischen   Namen   sowie   die   Netto-   bzw   Bruttomenge,   wie   jeweils gefordert,   angegeben   sein.   Für   jede   Gefahrklasse   muss   müssen   die entsprechenden Gefahrzettel geklebt werden. Ist   ein   Stoff   z.B.   der   Verpackungsgruppe   II   und   ein   anderer   der Verpackungsgruppe    III    zugeordnet,    so    ist    als    Außenverpackung mindestens   ein   Y-Verpackung   zu   wählen.   Es   ist   immer   die   strengste Forderung zu erfüllen. Umverpackung (Overpack) Verschiedene,       fertig       gepackte       und       einzeln       versendbare Versandstücke   können   unter   Beachtung   der   Zusammenladbarkeit zusammen   auf   einer   Palette   oder   in   eine   Kiste   gemeinsam   verpackt werden.   So   lassen   sich   leicht   aus   z.B.   20   einzelnen   Sendungen   nur eine einzige herstellen. Diese   neue,   zusätzliche   Verpackung   muss   nicht   geprüft   sein.   Sie kann    aus    einer    Strechfolie,    aus    einem    übergestülpten    Karton bestehen,   oder   die   einzelnen   Versandstücke   sind   auf   einer   Palette geladen    und    darauf    so    gebändert,    dass    daraus    ein    einziges Versandstück    wird.    Das    Wort    "Umverpackung"    muss    angebracht sein   und   alle   Markierungen   aller   Einzelverpackungen   sind   außen   zu reproduzieren. Bergungsverpackung Links: Beschädigte Gefahrgutverpackung Sind Gefahrgutverpackungen beschädigt müssen sie in einer Bergungsverpackung verpackt werden. Eine Bergungsverpackung muss immer die höchsten Anforderungen erfüllen. Das Wort "Bergungsverpackung" muss, z.B. auf einem Fass, aufgedruckt oder angebracht sein, Die rechte Abbildung zeigt ein Bergungsfass. Ungeprüfte Verpackungen Für   bestimmte   Gefahrgüter   sind   keine   UN   geprüften   Verpackungen vorgeschrieben.    Deshalb    können    ganz    normale    Verpackungen gewählt   werden,   seien   es   Kartons,   Fässer,   Kisten   und   was   sonst noch. Sie müssen lediglich die Mindestanforderungen nach ADR erfüllen.
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