Das GHS-System
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Globally Harmonized System of Classification and Labeling of Chemicals (GHS)

2008    wurde    durch    das    Europäische    Parlament    die    Verordnung    CLP-VO    (EG)    1272/2008    zur    Klassifizierung, Kennzeichnung   und   Verpackung   von   Chemikalien   verabschiedet.   Das   weltweit   gültige   GHS-System   der   UNO   war   und ist Grundlage dieser Verordnung. CLP-VO (EG) 1272/2008 = Classification, Labeling and Packaging of Chemicals GHS = G lobally H armonized S ystem of Classification and Labeling of Chemicals Diese   Vorschriften   werden   in   jedem   Land   durch   eigene,   weitergehende   Vorschriften   ergänzt.   In   Deutschland   ist   dies das    Chemikaliengesetz    und    dazugehörige    Verordnungen,    wie    z.B.    die    Gefahrstoffverordnung    (GefStoffV)    und weiterführende umwelt- und arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen. Alle diese Vorschriften werden zusammenfassend “Umgangsrecht” genannt und sollen Menschen und Umwelt vor schädlichen Einwirkungen schützen, das Erkennen solcher Stoffe erleichtern und sie entsprechend zu kennzeichnen und Menschen,   die   arbeitsbedingt   mit   solchen   Stoffen   umgehen,   vor   langfristigen   Schäden   schützen   (Arbeitsschutz durch Prävention). Die    angesprochene    Kennzeichnung    solcher    Stoffe    ist    aber    außerdem    für    den    Endverbraucher    wichtig,    damit    er Kenntnis von einer möglichen Gefährdung erhält, und wie er sich vorbeugend davor schützen kann. Als    Beispiel    hierzu    zwei    Bilder    von    Verbrauchsgütern,    die    wir    im    Einzelhandel kaufen können: Auf   den   Abbildungen   erkennen   Sie   die   orangefarbenen   Gefahr-Kennzeichnungen, die   bis   Juni   2015   galten.   Sie   wurden   durch   das   GHS-System   ersetzt,   mit   dem   wir uns jetzt beschäftigen wollen. Warum eigentlich ein neues System? Einer   der   wesentlichen   Gründe   war,   dass   beinahe   jedes   Land   zur   Klassifizierung   eigene   Grenzen   festgelegt   hat. Nehmen wir als Beispiel einen entzündbaren, flüssigen Stoff, also die Klasse 3. Ab   wann   ist   er   Gefahrgut?   Deutschland   hatte   hier   als   Grenze   einen   Flammpunkt   von   61°C   festgelegt,   andere   Länder hatten   andere   Grenzen.   Die   meisten   dieser   Grenzen   wichen   aber   von   denen   der   IATA   und   ADR,   also   internationale bzw. europaweite Transporte, ab, denn hier war ein Flammpunkt von 60°C festgelegt worden. So   waren   u.U.   Versandstücke   in   Deutschland   nach   dem   Umgangsrecht   bereits   als   Gefahrgut   markiert,   wo   es   nach IATA und ADR noch nicht einmal Gefahrgut war - ein Problem in mehrfacher Hinsicht. Man   kann   das   mit   der   frühen   Zeit   der   Eisenbahn   in   Deutschland   vergleichen.   Damals   konnte   man   nicht   einfach   quer durch   Deutschland   fahren,   sondern   musste   an   den   jeweiligen   Landesgrenzen   der   heutigen   Bundesländer   umsteigen, weil    die    Spurweite    der    Schienen    eine    andere    war    als    die    des    vorangegangenen    Bundeslandes    -    die    Lok    und angehängten Wagons konnten nicht weiterfahren. Man   musste   also   in   eine   andere   Eisenbahn   umsteigen.   Lästig   und   unwirtschaftlich,   nicht   wahr? Aber   genau   so   verhielt es sich mit dem Gefahrgut- bzw. Umgangsrecht. Mit   der   Einführung   des   GHS-Systems   wurden   diese   Unterschiede   beseitigt,   vereinheitlicht   und   an   die   IATA-   und ADR- Standards angepasst. Das GHS-System hat weltweite Gültigkeit. Für   reine   Stoffe   ist   die   Übergangsfrist   längst   schon   abgelaufen   (30.11.2010),   für   Stoffgemische   lief   die   Übergangsfrist am 30.06.2015 ab. Seither müssen alle Produkte nach GHS markiert sein. Diese neuen Label wurden eingeführt. Die   nun   folgenden   Abbildungen   stellen   auf   der   linken   Seite   die   Label   nach   GHS   und   auf   der   rechten   Seite   die   Label nach dem alten Umgangsrecht  dar. Explosionsgefährlich     Explosionsgefährlich (E) Brandfördernd und   Brandfördernd (O) Organische Peroxide   gasförmige, feste  oder flüssige Stoffe Hochentzündliche und        Hochentzündlich (F+) selbsterhitzungsfähige     gasförmige oder flüssige     Stoffe   Stoffe      Flp. < 0°C / Siedepunkt < 35°C Leichtentzündliche und Leichtentzündlich (F) selbsterhitzungsfähige     feste oder flüssige Stoffe     Stoffe     Flp. 0°C - 21°C      ohne Symbol Entzündlich    Ätzend        Ätzend (C)        gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe Sehr giftig    Sehr giftig (T+)       gasförmige, feste oder    flüssige Stoffe     Giftig Giftig (T)       gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe      Umweltgefährlich Umweltgefährlich (N)        gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe     ohne Symbol        Unter Druck     stehende Gase kein direktes Symbol Gesundheitsschädlich (Xn)     gasförmige, feste oder            flüssige Stoffe kein direktes Symbol       Reizend (Xi)       gasförmige, feste oder    flüssige Stoffe Neu nach GHS – CLP-VO (EG) 1272/2008 GHS 08 Verwendung: o Irreversible nicht letale Wirkung, Kategorie 1 und 2 o Schwerwiegende chronische Wirkung, Kategorie 1, 2 o Aspirationsgefahr, Kategorie 1 o CMR-Eigenschaften Kategorie 1A, 1B und 2 o Atemwegssensibilisierung GHS 07 Verwendung: o Akute Toxizität Kategorie 4 o Hautsensibilisierung o Haut-, Augen- und Atemwegsreizung o Betäubende Wirkung Wichtiger Hinweis: Die vorstehenden Label ersetzen nicht die Label der Gefahrklassen! Das GHS unterscheidet nicht mehr zwischen z.B. hochgiftig oder giftig, leicht entzündlich oder hoch entzündlich! Ein Stoff ist einfach nur giftig oder einfach nur entzündlich. Die Gefahrabstufungen entfallen.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: Januar 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Merke Die    CLP-VO    regelt    umgangsrechtlich    die    Klassifizierung,    Kennzeichnung    und    Verpackung    von Gefahrstoffen. Das   GHS-System   ist   ein   weltweites,   einheitliches   System   zur   Einstufung   und   Kennzeichnung   von Gefahrstoffen Das weltweite Beförderungsrecht ist parallel zum Umgangsrecht zu beachten. Das Umgangsrecht hat andere, ergänzende Schutzziele zum Beförderungsrecht. Die Einstufung von Gefahrstoffen und Gefahrgütern kann unterschiedlich sein. Die Beförderungsvorschriften beginnen bereits bei der Vorbereitung zum Versand von Gefahrgütern.
Gefahrstoffverordnung GHS GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label TOP TOP GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label GHS Label TOP TOP TOP TOP
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Labeling of Chemicals (GHS)

2008   wurde   durch   das   Europäische   Parlament   die   Verordnung   CLP-VO (EG)    1272/2008    zur    Klassifizierung,    Kennzeichnung    und    Verpackung von   Chemikalien   verabschiedet.   Das   weltweit   gültige   GHS-System   der UNO war und ist Grundlage dieser Verordnung. CLP-VO   (EG)   1272/2008   =   Classification,   Labeling   and   Packaging   of Chemicals GHS   =   G lobally   H armonized   S ystem   of   Classification   and   Labeling of Chemicals Diese   Vorschriften   werden   in   jedem   Land   durch   eigene,   weitergehende Vorschriften   ergänzt.   In   Deutschland   ist   dies   das   Chemikaliengesetz   und dazugehörige     Verordnungen,     wie     z.B.     die     Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)    und    weiterführende    umwelt-    und    arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen. Alle    diese    Vorschriften    werden    zusammenfassend    “Umgangsrecht” genannt und sollen Menschen und Umwelt vor schädlichen Einwirkungen schützen, das   Erkennen   solcher   Stoffe   erleichtern   und   sie   entsprechend   zu kennzeichnen und Menschen,   die   arbeitsbedingt   mit   solchen   Stoffen   umgehen,   vor langfristigen Schäden schützen (Arbeitsschutz durch Prävention). Die   angesprochene   Kennzeichnung   solcher   Stoffe   ist   aber   außerdem   für den    Endverbraucher    wichtig,    damit    er    Kenntnis    von    einer    möglichen Gefährdung erhält, und wie er sich vorbeugend davor schützen kann. Als    Beispiel    hierzu    zwei    Bilder    von    Verbrauchsgütern,    die    wir    im Einzelhandel kaufen können: Auf   den   Abbildungen   erkennen   Sie die         orangefarbenen         Gefahr- Kennzeichnungen,   die   bis   Juni   2015 galten.   Sie   wurden   durch   das   GHS- System ersetzt, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen. Warum eigentlich ein neues System? Einer    der    wesentlichen    Gründe    war,    dass    beinahe    jedes    Land    zur Klassifizierung   eigene   Grenzen   festgelegt   hat.   Nehmen   wir   als   Beispiel einen entzündbaren, flüssigen Stoff, also die Klasse 3. Ab   wann   ist   er   Gefahrgut?   Deutschland   hatte   hier   als   Grenze   einen Flammpunkt     von     61°C     festgelegt,     andere     Länder     hatten     andere Grenzen.   Die   meisten   dieser   Grenzen   wichen   aber   von   denen   der   IATA und ADR,   also   internationale   bzw.   europaweite Transporte,   ab,   denn   hier war ein Flammpunkt von 60°C festgelegt worden. So   waren   u.U.   Versandstücke   in   Deutschland   nach   dem   Umgangsrecht bereits   als   Gefahrgut   markiert,   wo   es   nach   IATA   und   ADR   noch   nicht einmal Gefahrgut war - ein Problem in mehrfacher Hinsicht. Man    kann    das    mit    der    frühen    Zeit    der    Eisenbahn    in    Deutschland vergleichen.   Damals   konnte   man   nicht   einfach   quer   durch   Deutschland fahren,   sondern   musste   an   den   jeweiligen   Landesgrenzen   der   heutigen Bundesländer   umsteigen,   weil   die   Spurweite   der   Schienen   eine   andere war    als    die    des    vorangegangenen    Bundeslandes    -    die    Lok    und angehängten Wagons konnten nicht weiterfahren. Man    musste    also    in    eine    andere    Eisenbahn    umsteigen.    Lästig    und unwirtschaftlich,   nicht   wahr?   Aber   genau   so   verhielt   es   sich   mit   dem Gefahrgut- bzw. Umgangsrecht. Mit    der    Einführung    des    GHS-Systems    wurden    diese    Unterschiede beseitigt,     vereinheitlicht     und     an     die     IATA-     und     ADR-Standards angepasst. Das GHS-System hat weltweite Gültigkeit. Für     reine     Stoffe     ist     die     Übergangsfrist     längst     schon     abgelaufen (30.11.2010),   für   Stoffgemische   lief   die   Übergangsfrist   am   30.06.2015 ab. Seither müssen alle Produkte nach GHS markiert sein. Diese neuen Label wurden eingeführt. Die   nun   folgenden   Abbildungen   stellen   auf   der   linken   Seite   die   Label nach    GHS    und    auf    der    rechten    Seite    die    Label    nach    dem    alten Umgangsrecht  dar. Explosionsgefährlich     Explosionsgefährlich (E) Brandfördernd und   Brandfördernd (O) Organische Peroxide   gasförmige, feste  oder flüssige Stoffe Hochentzündliche und        Hochentzündlich (F+) selbsterhitzungsfähige     gasförmige oder flüssige     Stoffe   Stoffe      Flp. < 0°C / Siedepunkt < 35°C Leichtentzündliche und Leichtentzündlich (F) selbsterhitzungsfähige     feste oder flüssige Stoffe     Stoffe     Flp. 0°C - 21°C      ohne Symbol Entzündlich    Ätzend        Ätzend (C)        gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe Sehr giftig    Sehr giftig (T+)       gasförmige, feste oder    flüssige Stoffe     Giftig Giftig (T)       gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe      Umweltgefährlich Umweltgefährlich (N)        gasförmige, feste oder     flüssige Stoffe     ohne Symbol        Unter Druck     stehende Gase kein direktes Symbol Gesundheitsschädlich (Xn)     gasförmige, feste oder            flüssige Stoffe kein direktes Symbol       Reizend (Xi)       gasförmige, feste oder    flüssige Stoffe Neu nach GHS – CLP-VO (EG) 1272/2008 GHS 08 Verwendung: o Irreversible nicht letale Wirkung, Kategorie 1 und 2 o Schwerwiegende chronische Wirkung, Kategorie 1, 2 o Aspirationsgefahr, Kategorie 1 o CMR-Eigenschaften Kategorie 1A, 1B und 2 o Atemwegssensibilisierung GHS 07 Verwendung: o Akute Toxizität Kategorie 4 o Hautsensibilisierung o Haut-, Augen- und Atemwegsreizung o Betäubende Wirkung Wichtiger Hinweis: Die vorstehenden Label ersetzen nicht die Label der Gefahrklassen! Das GHS unterscheidet nicht mehr zwischen z.B. hochgiftig oder giftig, leicht entzündlich oder hoch entzündlich! Ein Stoff ist einfach nur giftig oder einfach nur entzündlich. Die Gefahrabstufungen entfallen.
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Merke Die CLP-VO regelt umgangsrechtlich die Klassifizierung, Kennzeichnung und Verpackung von Gefahrstoffen. Das GHS-System ist ein weltweites, einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen Das weltweite Beförderungsrecht ist parallel zum Umgangsrecht zu beachten. Das Umgangsrecht hat andere, ergänzende Schutzziele zum Beförderungsrecht. Die Einstufung von Gefahrstoffen und Gefahrgütern kann unterschiedlich sein. Die Beförderungsvorschriften beginnen bereits bei der Vorbereitung zum Versand von Gefahrgütern.
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