Übersicht der Gefahrgutklassen
Gefahrgut-Heute.de

Ob zur Wasser, zu Lande oder in der Luft - die Gefahrgutklassen sind überall gleich

 

Internationale Übereinkommen teilen die bei Gefahrgut vorkommenden Gefahren in neun Gefahrgutklassen ein. In   dieser   Tabelle   wird   im   ADR   bei   2.1,   2.2,   2.3,   4.1,   4.2,   4.3,   5.1,   5.2,   6.1   und   6.2   von   Klassen   gesprochen,   während es in der Luftfahrt Unterklassen heißt. Nur in der Klasse 1 sprechen beide von Unterklassen. Leider   gibt   es   derzeit   auch   andere   Bereiche,   in   denen   sich   diese   Verkehrsträger   unterscheidenn,   vor   allem   in   der Klasse 9 sowie in der Tabelle der Zusammenladbarkeit. Aber das soll uns jetzt nicht weiter beschäftigen. Wichtig jedoch ist die folgende Aussage: Die Reihenfolge der Nummerierung der Gefahrgutklassen ist kein Indiz für die Gefährlichkeit, sondern die so festgelegte Nummerierung stellt lediglich eine Hilfe zur besseren Übersicht dar - die Nummerierung ist also ein reines Ordnungsprinzip! Jedes   Gefahrgut   wird   in   einer   Liste   aufgenommen,   die   sogenannte   Stoffliste,   und   ihm   eine   eigene,   weltweit   gültige und   einmalige   Nummer,   die   UN-Nr.,   zugewiesen   und   gleichzeitig   klassifiziert.   Anhand   dieser   UN-Nummer   ist   jeder Gefahrstoff und die von ihm ausgehenden Gefahren eindeutig zu identifizieren. Einige   Gefahrgutklassen   haben   noch   Unterklassen,   eine   Klasse   hat   noch   zusätzliche   Verträglichkeitsgruppen.   Zu jeder   Klasse   sind   Gefahrzettel   (engl.   Label)   entwickelt   worden,   mit   denen   ein   Versandstück   der   Gefahr   entsprechend bezettelt   (beklebt,   markiert,   belabelt)   werden   muss,   oder,   wenn   es   sich   um Tankfahrzeuge   handelt,   sei   es   im   Straßen-, Binnenschiffs-   oder   Eisenbahnverkehr,   müssen   die   Fahrzeuge   oder   Container   selbst   entsprechend   bezettelt   werden. Auf dieser Seite sprechen wir darüber, allerdings nur für den Straßen- und Luftverkehr. Für    die    Gefahrzettel,    in    der    Regel    handelt    es    sich    hierbei    selbstklebende,    etikettenähnliche    Drucke,    gibt    es Vorschriften   hinsichtlich   der   Gestaltung   und   der   Größe.   Sie   müssen   für   Versandstücke   eine   Größe   von   10cm   x   10cm haben,   für   die   Kennzeichnung   von   Fahrzeugen   oder   Containern,   hier   werden   sie   Großzettel   oder   Placards   genannt, 25cm   x   25cm.   Unabhängig   von   der   Größe   eines   Gefahrzettels   ist   die   Gestaltung   stets   gleich.   Diese   können   Sie   in   den jeweiligen Gefahrklassen einsehen.

Ein Beispiel für ein nicht entzündbares, nicht giftiges Gas:

Der eigentlich quadratische Gefahrzettel muss rautenförmig auf das Versandstück geklebt werden. In   der   Luftfahrt   dürfen   diese   Gefahrzettel   zusätzlich   eine   Beschriftung   in   englischer   Sprache   haben,   die die   Art   der   Gefahr   erklärt,   jedoch   darf   der   eigentliche   Sinn   eines   solchen   Labels   nicht   verfälscht werden. Dies   ist   im   ADR   nicht   vorgesehen,   jedoch   dann   erlaubt,   wenn   es   sich   um   eine   Transportkette   handelt (siehe   auch   ADR   1.1.4.2.1),   z.B.   ein   LKW   bringt   die   Fracht   zum   Flughafen,   von   wo   aus   sie   abfliegen wird. Ob   ein   Fahrzeug   kennzeichnungspflichtig   ist   oder   nicht,   in   jedem   Fall   muss   jedes   Versandstück   mit Gefahrgut   einzeln   aufgelistet   und   das   Fahren   in   einer   Transportkette   in   einem   Beförderungspapier vermerkt sein, das dem Fahrer immer übergeben werden muss.

Zusatzgefahren

Ein Stoff kann eine Vielzahl von Zusatzgefahren enthalten. Denken Sie z.B. an Pestizide - sie sind giftig einerseits, andererseits sind sie oft entzündbar. Nach    bestimmten    Vorschriften    kann    die    sogenannte    Hauptgefahr    herausgefunden    werden;    dazu    dann    die Nebengefahr(en) bzw. Zusatzgefahr(en). Diese Abbildung zeigt eine Vielzahl von möglichen Gefahren. Diese   können   sowohl   die   Hautgefahr   als   auch   die Zusatzgefahr sein. Deshalb: Merke: Gefahrgüter    können    eine    oder    mehrere    dieser Gefahren aufweisen. Wir   sprechen   dann   von   einer   Hauptgefahr   und von      einer      oder      mehreren      Neben-      bzw. Zusatzgefahren. Diese     Neben-     bzw.     Zusatzgefahren     dürfen keineswegs      verharmlost      werden,      denn      sie weisen    im    vollen    Umfang    alle    Merkmale    ihrer Gefahrgutklasse auf! Auch   Abfälle   können   gefährliche   Eigenschaften haben!
Copyright © 2016 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: April 2016 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Übersicht der Gefahrgutklassen nach ADR und IATA ADR- IATA- IATA- Bezeichnung Gefahrgut- Gefahrgut- Unter- (Name und Eigenschaft der Gefahrgutklassen) klasse klasse klasse 1* 1* Explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff 2.1 2 2.1 Entzündbares Gas 2.2 2 2.2 Nicht entzündbares, nicht giftiges (erstickend wirkendes) Gas 2.3 2 2.3 Giftiges Gas 3 3 Entzündbare Flüssigkeiten 4.1 4 4.1 Entzündbare feste Stoffe, selbstzersetzliche Stoffe, polymerisierende    Stoffe    und    desensibilisierte    explosive    feste Stoffe 4.2 4 4.2 Selbstentzündliche Stoffe 4.3 4 4.3 Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase bilden 5.1 5 5.1 Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe 5.2 5 5.2 Organische Peroxide 6.1 6 6.1 Giftige Stoffe 6.2 6 6.2 Ansteckungsgefährliche Stoffe 7 7 Radioaktive Stoffe 8 8 Ätzende Stoffe 9 9 Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände** * unterteilt in die Unterklassen 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5 und 1.6 ** einschließlich neuer Eigenschaften für umweltgefährdende Stoffe  
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Ob   

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Wasser,   

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Lande   

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der   

Luft   

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Gefahrgutklassen sind überall gleich

 

Internationale       Übereinkommen       teilen       die       bei       Gefahrgut vorkommenden Gefahren in neun Gefahrgutklassen ein. In   dieser Tabelle   wird   im ADR   bei   2.1,   2.2,   2.3,   4.1,   4.2,   4.3,   5.1,   5.2, 6.1   und   6.2   von   Klassen   gesprochen,   während   es   in   der   Luftfahrt Unterklassen    heißt.    Nur    in    der    Klasse    1    sprechen    beide    von Unterklassen. Leider   gibt   es   derzeit   auch   andere   Bereiche,   in   denen   sich   diese Verkehrsträger   unterscheidenn,   vor   allem   in   der   Klasse   9   sowie   in der Tabelle der Zusammenladbarkeit. Aber   das   soll   uns   jetzt   nicht   weiter   beschäftigen.   Wichtig   jedoch   ist die folgende Aussage: Die Reihenfolge der Nummerierung der Gefahrgutklassen ist kein Indiz für die Gefährlichkeit, sondern die so festgelegte Nummerierung stellt lediglich eine Hilfe zur besseren Übersicht dar - die Nummerierung ist also ein reines Ordnungsprinzip! Jedes   Gefahrgut   wird   in   einer   Liste   aufgenommen,   die   sogenannte Stoffliste,    und    ihm    eine    eigene,    weltweit    gültige    und    einmalige Nummer,    die    UN-Nr.,    zugewiesen    und    gleichzeitig    klassifiziert. Anhand   dieser   UN-Nummer   ist   jeder   Gefahrstoff   und   die   von   ihm ausgehenden Gefahren eindeutig zu identifizieren. Einige   Gefahrgutklassen   haben   noch   Unterklassen,   eine   Klasse   hat noch    zusätzliche    Verträglichkeitsgruppen.    Zu    jeder    Klasse    sind Gefahrzettel     (engl.     Label)     entwickelt     worden,     mit     denen     ein Versandstück   der   Gefahr   entsprechend   bezettelt   (beklebt,   markiert, belabelt)    werden    muss,    oder,    wenn    es    sich    um    Tankfahrzeuge handelt,   sei   es   im   Straßen-,   Binnenschiffs-   oder   Eisenbahnverkehr, müssen     die     Fahrzeuge     oder     Container     selbst     entsprechend bezettelt   werden.   Auf   dieser   Seite   sprechen   wir   darüber,   allerdings nur für den Straßen- und Luftverkehr. Für     die     Gefahrzettel,     in     der     Regel     handelt     es     sich     hierbei selbstklebende,     etikettenähnliche     Drucke,     gibt     es     Vorschriften hinsichtlich     der     Gestaltung     und     der     Größe.     Sie     müssen     für Versandstücke    eine    Größe    von    10cm    x    10cm    haben,    für    die Kennzeichnung   von   Fahrzeugen   oder   Containern,   hier   werden   sie Großzettel   oder   Placards   genannt,   25cm   x   25cm.   Unabhängig   von der   Größe   eines   Gefahrzettels   ist   die   Gestaltung   stets   gleich.   Diese können Sie in den jeweiligen Gefahrklassen einsehen.

Ein  

Beispiel  

für  

ein  

nicht  

entzündbares,  

nicht  

giftiges

Gas:

Der     eigentlich     quadratische     Gefahrzettel     muss rautenförmig auf das Versandstück geklebt werden. In   der   Luftfahrt   dürfen   diese   Gefahrzettel   zusätzlich eine   Beschriftung   in   englischer   Sprache   haben,   die die Art   der   Gefahr   erklärt,   jedoch   darf   der   eigentliche Sinn eines solchen Labels nicht verfälscht werden. Dies    ist    im    ADR    nicht    vorgesehen,    jedoch    dann erlaubt,   wenn   es   sich   um   eine Transportkette   handelt (siehe   auch   ADR   1.1.4.2.1),   z.B.   ein   LKW   bringt   die Fracht    zum    Flughafen,    von    wo    aus    sie    abfliegen wird. Ob   ein   Fahrzeug   kennzeichnungspflichtig   ist   oder   nicht,   in   jedem Fall   muss   jedes   Versandstück   mit   Gefahrgut   einzeln   aufgelistet   und das   Fahren   in   einer   Transportkette   in   einem   Beförderungspapier vermerkt sein, das dem Fahrer immer übergeben werden muss.

Zusatzgefahren

Ein Stoff kann eine Vielzahl von Zusatzgefahren enthalten. Denken   Sie   z.B.   an   Pestizide   -   sie   sind   giftig   einerseits,   andererseits sind sie oft entzündbar. Nach   bestimmten   Vorschriften   kann   die   sogenannte   Hauptgefahr herausgefunden    werden;    dazu    dann    die    Nebengefahr(en)    bzw. Zusatzgefahr(en). Diese Abbildung zeigt eine Vielzahl von möglichen Gefahren. Diese    können    sowohl    die    Hautgefahr    als    auch    die    Zusatzgefahr sein. Deshalb: Merke: Gefahrgüter können eine oder mehrere dieser Gefahren aufweisen. Wir    sprechen    dann    von    einer    Hauptgefahr    und    von    einer    oder mehreren Neben- bzw. Zusatzgefahren. Diese   Neben-   bzw.   Zusatzgefahren   dürfen   keineswegs   verharmlost werden,    denn    sie    weisen    im    vollen    Umfang    alle    Merkmale    ihrer Gefahrgutklasse auf! Auch Abfälle können gefährliche Eigenschaften haben!
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