Gefahrgutklasse 5 - Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe und Organische Peroxide
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Gefahrgutklasse 5

Unterteilung in Unterklassen

Gefahrgutklasse 5.1 >>>>> hingehen Unterklasse 5.1: Oxidierend (entzündend) wirkende Stoffe Gefahrgutklasse 5.2 >>>>> hingehen Unterklasse 5.2: Organische Peroxide

Gefahrgutklasse 5.1 Oxidierend (entzündend) wirkende Stoffe

2.2.51.1.1 Begriffsbestimmung

Der   Begriff   der   Klasse   5.1   umfasst   Stoffe,   die   obwohl   selbst   nicht   notwendigerweise   brennbar,   im   Allgemeinen   durch Abgabe    von    Sauerstoff    einen    Brand    verursachen    oder    einen    Brand    anderer    Stoffe    unterstützen    können,    sowie Gegenstände, die solche Stoffe enthalten. 2.2.51.2.1 Chemisch instabile Stoffe Die    chemisch    instabilen    Stoffe    der    Klasse    5.1    sind    zur    Beförderung    nur    zugelassen,    wenn    die    erforderlichen Maßnahmen   zur   Verhinderung   jeglicher   gefährlichen   Zerfalls-   oder   Polymerisationsreaktion   während   der   Beförderung getroffen   wurden.   Zu   diesem   Zweck   muss   insbesondere   dafür   gesorgt   werden,   dass   die   Gefäße   und Tanks   keine   Stoffe enthalten, die diese Reaktionen begünstigen können. Sauerstoff   ist   aus   verschiedenen   Gründen   ein gefährlicher   Stoff,   obwohl   wir   ihn   zum   Atmen brauchen. Eisen     z.B.     rostet     an     der     Luft,     weil     eine chemische    Reaktion    mit    Sauerstoff    entsteht. Je   reiner   die   Sauerstoffkonzentration   ist,   umso stärker   sind   diese   Reaktionen,   die   man   auch Oxidationen   nennt,   bei   denen   Wärme   entsteht. So   kann   es   zu   Selbstentzündungen   kommen, je nach Stoff, mit dem der Sauerstoff reagiert. Tatsächlich   können   Stoffe   auf   einmal   anfangen zu   brennen,   von   denen   wir   wissen,   dass   sie bei   normaler   Sauerstoffkonzentration   (21%   in unserer   Atemluft)   nicht   oder   zumindest   nicht so   ohne   weiteres   brennen   können,   denken   Sie   dabei   mal   an   Kunststoff.   Bei   hohen   Sauerstoffkonzentrationen   fackelt Kunststoff regelrecht ab. Aber   Sauerstoff   hat   noch   eine   andere,   weit   unterschätzte   Eigenschaft.   Er   unterstützt   andere   Stoffe   in   ihrem Gefahrenpotential. Zum   Beispiel   Benzin:   Wir   alle   wissen,   dass   Benzin   leicht   brennt.   Stellen   Sie   sich   ein   Lager   vor,   in   dem   ein   paar   Kanister Benzin   brennen.   Sauerstoff   ist   in   unmittelbarer   Nähe   gelagert   und   wird   freigesetzt.   Da   kann   die   Feuerwehr   lange versuchen, den Brand zu löschen, wenn immer wieder frischer und vor allem reiner Sauerstoff hinzukommt. Brände   mit   hohem   Sauerstoffgehalt   brennen   viel   heißer   als   andere.   Ein   Streichholz   z.B.   brennt   mit   ungefähr   800°C. Fügt man reinen Sauerstoff hinzu, kann diese Temperatur leicht auf 1100°C und höher steigen. 2.2.51.2.2 Diverse Stoffe Folgende Stoffe und Gemische sind zur Beförderung nicht zugelassen: Entzündend   (oxidierend)   wirkende   feste   Stoffe,   selbsterhitzungsfähig,   die   der   UN-Nummer   3100,   entzündend (oxidierend)    wirkende    feste    Stoffe,    mit    Wasser    reagierend,    die    der    UN-Nummer    3121,    und    entzündend (oxidierend)   wirkende   feste   Stoffe,   entzündbar,   die   der   UN-Nummer   3137   zugeordnet   sind,   es   sei   denn,   sie entsprechen den Vorschriften der Klasse 1 (siehe Unterabschnitt 2.1.3.7);   nicht   stabilisiertes   Wasserstoffperoxid   oder   nicht   stabilisierte   wässerige   Lösungen   von   Wasserstoffperoxid   mit mehr als 60 % Wasserstoffperoxid;   Tetranitromethan, nicht frei von brennbaren Verunreinigungen;   Lösungen   von   Perchlorsäure   mit   mehr   als   72   Masse-%   Säure   oder   Gemische   von   Perchlorsäure   mit   irgendeinem flüssigen Stoff außer Wasser;   Lösung   von   Chlorsäure   mit   mehr   als   10 %   Chlorsäure   oder   Gemische   von   Chlorsäure   mit   irgendeinem   flüssigen Stoff außer Wasser;   andere   halogenierte   Fluorverbindungen   als   UN 1745   BROMPENTAFLUORID,   UN 1746   BROMTRIFLUORID   und UN 2495     IODPENTAFLUORID     der     Klasse     5.1     sowie     UN 1749     CHLORTRIFLUORID     und     UN 2548 CHLORPENTAFLUORID der Klasse 2;   Ammoniumchlorat und seine wässerigen Lösungen sowie Gemische von Chlorat mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumchlorit und seine wässerigen Lösungen sowie Gemische eines Chlorits mit einem Ammoniumsalz;   Hypochloritgemische mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumbromat und seine wässerigen Lösungen sowie Gemische eines Bromats mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumpermanganat    und    seine    wässerigen    Lösungen    sowie    Gemische    eines    Permanganats    mit    einem Ammoniumsalz;   Ammoniumnitrat   mit   mehr   als   0,2 %   brennbaren   Stoffen   (einschließlich   aller   organischen   Stoffe   als   Kohlenstoff- Äquivalent), ausgenommen als Bestandteil eines Stoffes oder Gegenstandes der Klasse 1;   Düngemittel   mit   Gehalten   an   Ammoniumnitrat   (bei   der   Bestimmung   des   Ammoniumnitratgehaltes   müssen   alle Nitrat-Ionen,    für    die    im    Gemisch    ein    Äquivalent    von    Ammonium-Ionen    vorhanden    ist,    als    Ammoniumnitrat gerechnet    werden)    oder    brennbaren    Stoffen    über    den    in    der    Sondervorschrift    307    angegebenen    Werten, ausgenommen unter den Bedingungen der Klasse 1;   Ammoniumnitrit   und   seine   wässerigen   Lösungen   sowie   Gemische   von   einem   anorganischen   Nitrit   mit   einem Ammoniumsalz;

Gefahrgutklasse 5.2 Organische Peroxide

2.2.52.1.1 Zugeordnete Stoffe Der Begriff der Klasse 5.2 umfasst organische Peroxide und Zubereitungen organischer Peroxide. 2.2.52.1.2 Unterteilung nach Temperaturempfindlichkeit Die Stoffe der Klasse 5.2 sind wie folgt unterteilt: P1 - organische Peroxide, für die keine Temperaturkontrolle erforderlich ist   P2 - organische Peroxide, für die eine Temperaturkontrolle erforderlich ist. Der Gefahrzettel dieser Klasse ist dem der Klasse 5.1 sehr ähnlich, weil die Eigenschaften ähnlich sind. Jedoch haben wir hier die zusätzliche Gefahr der chemischen Selbstzersetzung. Das folgende Video zeigt sehr gut, warum manche Stoffe dieser Klasse nur temperaturkontrolliert transportiert und gelagert werden dürfen. Was ist passiert? Man hat die Kanister einfach draußen abgestellt - sonst nichts - und die Flüssigkeit der Umgebungstemperatur überlassen. Die Außentemperatur hat die sogenannte Notfalltemperatur erreicht oder überschritten, woraufhin eine chemische Selbstzersetzung eingetreten ist. Dies führte zur einer erheblichen Erhitzung und schließlich zur Selbstentzündung. Achtung! Bei manchen Stoffen dieser Gefahrgutklasse kann die chemische Selbstzersetzung sogar explosionsartig geschehen! 2.2.52.1.3 Begriffsbestimmung Organische   Peroxide   sind   organische   Stoffe, die      das      bivalente      -O-O-Strukturelement enthalten       und       die       als       Derivate       des Wasserstoffperoxids,        in        welchem        ein Wasserstoffatom                 oder                 beide Wasserstoffatome   durch   organische   Radikale ersetzt sind, angesehen werden können. 2.2.52.1.4 Eigenschaften Organische      Peroxide      können      sich      bei normalen       oder       erhöhten       Temperaturen exotherm     zersetzen.     Die     Zersetzung     kann     durch     Wärme,     Kontakt     mit     Verunreinigungen     (z. B.     Säuren, Schwermetallverbindungen,   Amine),   Reibung   oder   Stoß   ausgelöst   werden.   Die   Zersetzungsgeschwindigkeit   nimmt   mit der   Temperatur   zu   und   ist   abhängig   von   der   Zusammensetzung   des   organischen   Peroxids.   Bei   der   Zersetzung   können sich    schädliche    oder    entzündliche    Gase    oder    Dämpfe    entwickeln.    Für    bestimmte    organische    Peroxide    ist    eine Temperaturkontrolle   während   der   Beförderung   erforderlich.   Bestimmte   organische   Peroxide   können   sich   vor   allem   unter Einschluss   explosionsartig   zersetzen.   Diese   Eigenschaft   kann   durch   Hinzufügen   von   Verdünnungsmitteln   oder   die Verwendung    geeigneter    Verpackungen    verändert    werden.    Viele    organische    Peroxide    brennen    heftig.    Es    ist    zu vermeiden,   dass   organische   Peroxide   mit   den   Augen   in   Berührung   kommen.   Schon   nach   sehr   kurzer   Berührung verursachen bestimmte organische Peroxide ernste Hornhautschäden oder Hautverätzungen. Bemerkung Prüfverfahren   zur   Bestimmung   der   Entzündbarkeit   organischer   Peroxide   sind   im   Handbuch   Prüfungen   und   Kriterien Teil III   Abschnitt   32.4   enthalten.   Da   organische   Peroxide   bei   Erwärmung   heftig   reagieren   können,   wird   empfohlen,   für   die Bestimmung ihres Flammpunktes kleine Probengrößen, wie in ISO-Norm 3679:1983 beschrieben, zu verwenden.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: Januar 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Merke: Kontakt mit brennbaren Stoffen vermeiden Vermischung mit anderen Stoffen führt zur Entzündung Reibung kann Entzündung bewirken Stoß kann Entzündung bewirken Explosionsfähig Ätzwirkung Gesundheitsschädlich Besondere Maßnahmen im Schadensfall: Berührung von verschüttetem Ladegut mit anderen Stoffen verhindern          - Brand- und Explosionsgefahr! -  
Gefahrzettel für die Hauptgefahr  Nr. 5.1 Gefahrgutklasse 5.1 Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe
Gefahrzettel für mögl. Zusatzgefahr    Nr. 6.1     Nr. 8
GHS Piktogramm 
Gefahrgutklasse 5.2 Gefahrgutklasse 5.1
Beispiele Calciumhypochlorid  Natriumnitrat  Chromiumtrioxid  Ammoniumnitrathaltige Düngemittel
Unterteilung I = stark entzündend (oxidierend) wirkend II = entzündend (oxidierend) wirkend III = schwach entzündend (oxidierend) wirkend
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Merke: Bei Zersetzungen Bildung von entzündlichen und giftigen Gasen Kontakt mit Augen vermeiden Bei Zersetzung entsteht Wärme Peroxide sind brennbar (Vorsicht mit Feuer) Bestimmte organische Peroxide gekühlt befördern ACHTUNG! Bestimmte organische Peroxide reagieren empfindlich auf Wärme, wie direkte Sonneneinstrahlung, Wärmestau und andere Wärmequellen. Hierdurch kann spontan eine chemische, explosive Reaktion ausgelöst werden. Besondere Maßnahmen im Schadensfall: Kontakt von verschüttetem Ladegut mit anderen brennbaren Materialien vermeiden – Brand- und Explosionsgefahr! –  
Gefahrzettel für die Hauptgefahr  Nr. 5.2 Gefahrgutklasse 5.2 Organische Peroxide
Gefahrzettel für mögl. Zusatzgefahr      Nr. 1     Nr. 8
GHS Piktogramm 
Einteilung Aufgrund ihres Gefahrengrades werden organische Peroxide in 7 Typen (Typ A bis Typ G) eingeteilt. Je nach Typ sind bestimmte Höchstmengen in einer Verpackung zugelassen. Typ A ist der gefährlichste Typ, bis Typ G nimmt die Gefährlichkeit ab.
Unterteilung / Beispiele P1 – Keine Temperaturkontrolle P2 – Temperaturkontrolle Beispiele:  Peroxyessigsäure  Peroxydicarbonate
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Gefahrgutklasse 5.1 Oxidierend (entzündend) wirkende

Stoffe

2.2.51.1.1 Begriffsbestimmung

Der   Begriff   der   Klasse   5.1   umfasst   Stoffe,   die   obwohl   selbst   nicht notwendigerweise    brennbar,    im    Allgemeinen    durch    Abgabe    von Sauerstoff    einen    Brand    verursachen    oder    einen    Brand    anderer Stoffe   unterstützen   können,   sowie   Gegenstände,   die   solche   Stoffe enthalten. 2.2.51.2.1 Chemisch instabile Stoffe Die   chemisch   instabilen   Stoffe   der   Klasse   5.1   sind   zur   Beförderung nur      zugelassen,      wenn      die      erforderlichen      Maßnahmen      zur Verhinderung          jeglicher          gefährlichen          Zerfalls-          oder Polymerisationsreaktion   während   der   Beförderung   getroffen   wurden. Zu   diesem   Zweck   muss   insbesondere   dafür   gesorgt   werden,   dass die   Gefäße   und   Tanks   keine   Stoffe   enthalten,   die   diese   Reaktionen begünstigen können. Sauerstoff    ist    aus    verschiedenen    Gründen    ein    gefährlicher    Stoff, obwohl wir ihn zum Atmen brauchen. Eisen   z.B.   rostet   an   der   Luft,   weil   eine   chemische   Reaktion   mit Sauerstoff   entsteht.   Je   reiner   die   Sauerstoffkonzentration   ist,   umso stärker   sind   diese   Reaktionen,   die   man   auch   Oxidationen   nennt,   bei denen     Wärme     entsteht.     So     kann     es     zu     Selbstentzündungen kommen, je nach Stoff, mit dem der Sauerstoff reagiert. Tatsächlich   können   Stoffe   auf   einmal   anfangen   zu   brennen,   von denen   wir   wissen,   dass   sie   bei   normaler   Sauerstoffkonzentration (21%    in    unserer    Atemluft)    nicht    oder    zumindest    nicht    so    ohne weiteres   brennen   können,   denken   Sie   dabei   mal   an   Kunststoff.   Bei hohen Sauerstoffkonzentrationen fackelt Kunststoff regelrecht ab. Aber    Sauerstoff    hat    noch    eine    andere,    weit    unterschätzte Eigenschaft.       Er       unterstützt       andere       Stoffe       in       ihrem Gefahrenpotential. Zum   Beispiel   Benzin:   Wir   alle   wissen,   dass   Benzin   leicht   brennt. Stellen   Sie   sich   ein   Lager   vor,   in   dem   ein   paar   Kanister   Benzin brennen.    Sauerstoff    ist    in    unmittelbarer    Nähe    gelagert    und    wird freigesetzt.   Da   kann   die   Feuerwehr   lange   versuchen,   den   Brand   zu löschen,   wenn   immer   wieder   frischer   und   vor   allem   reiner   Sauerstoff hinzukommt. Brände   mit   hohem   Sauerstoffgehalt   brennen   viel   heißer   als   andere. Ein   Streichholz   z.B.   brennt   mit   ungefähr   800°C.   Fügt   man   reinen Sauerstoff    hinzu,    kann    diese    Temperatur    leicht    auf    1100°C    und höher steigen. 2.2.51.2.2 Diverse Stoffe Folgende Stoffe und Gemische sind zur Beförderung nicht zugelassen: Entzündend         (oxidierend)         wirkende         feste         Stoffe, selbsterhitzungsfähig,   die   der   UN-Nummer   3100,   entzündend (oxidierend)   wirkende   feste   Stoffe,   mit   Wasser   reagierend,   die der   UN-Nummer   3121,   und   entzündend   (oxidierend)   wirkende feste      Stoffe,      entzündbar,      die      der      UN-Nummer      3137 zugeordnet     sind,     es     sei     denn,     sie     entsprechen     den Vorschriften der Klasse 1 (siehe Unterabschnitt 2.1.3.7);   nicht   stabilisiertes   Wasserstoffperoxid   oder   nicht   stabilisierte wässerige    Lösungen    von    Wasserstoffperoxid    mit    mehr    als 60 % Wasserstoffperoxid;   Tetranitromethan, nicht frei von brennbaren Verunreinigungen;   Lösungen   von   Perchlorsäure   mit   mehr   als   72   Masse-%   Säure oder   Gemische   von   Perchlorsäure   mit   irgendeinem   flüssigen Stoff außer Wasser;   Lösung   von   Chlorsäure   mit   mehr   als   10 %   Chlorsäure   oder Gemische    von    Chlorsäure    mit    irgendeinem    flüssigen    Stoff außer Wasser;   andere      halogenierte      Fluorverbindungen      als      UN 1745 BROMPENTAFLUORID,    UN 1746    BROMTRIFLUORID    und UN 2495   IODPENTAFLUORID   der   Klasse   5.1   sowie   UN 1749 CHLORTRIFLUORID   und   UN 2548   CHLORPENTAFLUORID der Klasse 2;   Ammoniumchlorat    und    seine    wässerigen    Lösungen    sowie Gemische von Chlorat mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumchlorit    und    seine    wässerigen    Lösungen    sowie Gemische eines Chlorits mit einem Ammoniumsalz;   Hypochloritgemische mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumbromat    und    seine    wässerigen    Lösungen    sowie Gemische eines Bromats mit einem Ammoniumsalz;   Ammoniumpermanganat    und    seine    wässerigen    Lösungen sowie       Gemische       eines       Permanganats       mit       einem Ammoniumsalz;   Ammoniumnitrat    mit    mehr    als    0,2 %    brennbaren    Stoffen (einschließlich     aller     organischen     Stoffe     als     Kohlenstoff- Äquivalent),   ausgenommen   als   Bestandteil   eines   Stoffes   oder Gegenstandes der Klasse 1;   Düngemittel     mit     Gehalten     an     Ammoniumnitrat     (bei     der Bestimmung   des Ammoniumnitratgehaltes   müssen   alle   Nitrat- Ionen,   für   die   im   Gemisch   ein   Äquivalent   von   Ammonium- Ionen   vorhanden   ist,   als   Ammoniumnitrat   gerechnet   werden) oder   brennbaren   Stoffen   über   den   in   der   Sondervorschrift   307 angegebenen   Werten,   ausgenommen   unter   den   Bedingungen der Klasse 1;   Ammoniumnitrit     und     seine     wässerigen     Lösungen     sowie Gemische     von     einem     anorganischen     Nitrit     mit     einem Ammoniumsalz;

Gefahrgutklasse 5.2 Organische Peroxide

2.2.52.1.1 Zugeordnete Stoffe Der Begriff der Klasse 5.2 umfasst organische Peroxide und Zubereitungen organischer Peroxide. 2.2.52.1.2 Unterteilung nach Temperaturempfindlichkeit Die Stoffe der Klasse 5.2 sind wie folgt unterteilt: P1 - organische Peroxide, für die keine Temperaturkontrolle erforderlich ist   P2 - organische Peroxide, für die eine Temperaturkontrolle erforderlich ist. Der Gefahrzettel dieser Klasse ist dem der Klasse 5.1 sehr ähnlich, weil die Eigenschaften ähnlich sind. Jedoch haben wir hier die zusätzliche Gefahr der chemischen Selbstzersetzung. Das folgende Video zeigt sehr gut, warum manche Stoffe dieser Klasse nur temperaturkontrolliert transportiert und gelagert werden dürfen. Was ist passiert? Man hat die Kanister einfach draußen abgestellt - sonst nichts - und die Flüssigkeit der Umgebungstemperatur überlassen. Die Außentemperatur hat die sogenannte Notfalltemperatur erreicht oder überschritten, woraufhin eine chemische Selbstzersetzung eingetreten ist. Dies führte zur einer erheblichen Erhitzung und schließlich zur Selbstentzündung. Achtung! Bei manchen Stoffen dieser Gefahrgutklasse kann die chemische Selbstzersetzung sogar explosionsartig geschehen! 2.2.52.1.3 Begriffsbestimmung Organische   Peroxide   sind   organische   Stoffe,   die   das   bivalente   -O- O-Strukturelement       enthalten       und       die       als       Derivate       des Wasserstoffperoxids,   in   welchem   ein   Wasserstoffatom   oder   beide Wasserstoffatome      durch      organische      Radikale      ersetzt      sind, angesehen werden können. 2.2.52.1.4 Eigenschaften Organische    Peroxide    können    sich    bei    normalen    oder    erhöhten Temperaturen    exotherm    zersetzen.    Die    Zersetzung    kann    durch Wärme,        Kontakt        mit        Verunreinigungen        (z. B.        Säuren, Schwermetallverbindungen,   Amine),   Reibung   oder   Stoß   ausgelöst werden.   Die   Zersetzungsgeschwindigkeit   nimmt   mit   der   Temperatur zu   und   ist   abhängig   von   der   Zusammensetzung   des   organischen Peroxids.     Bei     der     Zersetzung     können     sich     schädliche     oder entzündliche     Gase     oder     Dämpfe     entwickeln.     Für     bestimmte organische    Peroxide    ist    eine    Temperaturkontrolle    während    der Beförderung   erforderlich.   Bestimmte   organische   Peroxide   können sich   vor   allem   unter   Einschluss   explosionsartig   zersetzen.   Diese Eigenschaft   kann   durch   Hinzufügen   von   Verdünnungsmitteln   oder die   Verwendung   geeigneter   Verpackungen   verändert   werden.   Viele organische    Peroxide    brennen    heftig.    Es    ist    zu    vermeiden,    dass organische   Peroxide   mit   den   Augen   in   Berührung   kommen.   Schon nach    sehr    kurzer    Berührung    verursachen    bestimmte    organische Peroxide ernste Hornhautschäden oder Hautverätzungen. Bemerkung Prüfverfahren    zur    Bestimmung    der    Entzündbarkeit    organischer Peroxide   sind   im   Handbuch   Prüfungen   und   Kriterien Teil   III Abschnitt 32.4    enthalten.    Da    organische    Peroxide    bei    Erwärmung    heftig reagieren    können,    wird    empfohlen,    für    die    Bestimmung    ihres Flammpunktes   kleine   Probengrößen,   wie   in   ISO-Norm   3679:1983 beschrieben, zu verwenden.
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Beispiele Calciumhypochlorid  Natriumnitrat  Chromiumtrioxid  Ammoniumnitrathaltige Düngemittel
Unterteilung I = stark entzündend (oxidierend) wirkend II = entzündend (oxidierend) wirkend III = schwach entzündend (oxidierend) wirkend
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Einteilung Aufgrund ihres Gefahrengrades werden organische Peroxide in 7 Typen (Typ A bis Typ G) eingeteilt. Je nach Typ sind bestimmte Höchstmengen in einer Verpackung zugelassen. Typ A ist der gefährlichste Typ, bis Typ G nimmt die Gefährlichkeit ab.
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