ADR - Gefahrgut auf der Straße
Gefahrgut-Heute.de

Was bedeutet ADR eigentlich?

ADR bedeutet "Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße". Die Buchstaben ADR werden aus der französischen Sprache abgeleitet: " A ccord   européen   relatif   au   transport   international   des   marchandises   D angereuses   par   R oute" Gegenwärtig   gehören   alle   europäischen   Staaten   zu   den   Vertragsparteien;   ferner   auch   Türkei,   Marokko, Aserbaidschan, Kasachstan und indirekt Malta als EU-Mitglied. Die Amtssprachen sind im ADR Deutsch, Englisch und Französisch. Vereinfacht    ausgedrückt    erabeitet    die    EU    ein    regelmäßig    aktualisiertes    Vorschriftenwerk,    das    alle    Bereiche    der Beförderung   von   Gefahrgütern   auf   der   Straße   regelt.   Der   Erlass   solcher   Vorschriften   muss   von   den   Vertragsstaaten   auf nationaler    Ebene    umgesetzt    werden.    Die    jeweiligen    nationalen    Gesetze    können    diese    Regelungen    noch    weiter verschärfen. Sinn   und   Zweck   dieser   Vorschriften   ist,   das   stets   vorhandene   Gefahrenpotential   auf   ein   jederzeit   beherrschbares   Maß zu   reduzieren   und   international   einen   durchgängig   hohen   Sicherheitsstandard   zu   garantieren.   Wie   außerordentlich wichtig   das   ist,   merken   wir   u.a.   daran,   wenn   wir   uns   an   die   Brandkatastrophen   in   den   verschiedenen   Tunnel   erinnern, bei   denen   so   viele   Menschen   ihr   Leben   verloren. Auch   wenn   Gefahrgut   nicht   der Auslöser   dieser   Katastrophen   war,   gibt es   seither   im   ADR   die   Tunnelbeschränkungscodes,   die   die   Ein-   und   Durchfahrt   mit   Gefahrgütern   eindeutig   regeln.   Die folgenden Kästchen sollen beispielhaft drei große Bereiche zeigen, die das ADR regelt:

Interessant ist die Frage, was eigentlich gefährliche Güter sind.

Das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) beantwortet uns diese Frage eindeutig in § 2 Absatz (1): "Gefährliche   Güter   sind   Stoffe   und   Gegenstände,   von   denen   auf   Grund   ihrer   Natur,   ihrer   Eigenschaften   oder   ihres Zustandes   im   Zusammenhang   mit   der   Beförderung   Gefahren   für   die   öffentliche   Sicherheit   oder   Ordnung,   insbesondere für   die   Allgemeinheit,   für   wichtige   Gemeingüter,   für   Leben   und   Gesundheit   von   Menschen   sowie   für   Tiere   und   Sachen ausgehen können.“ Jetzt   wird   es   noch   einmal   interessant,   denn   die   Frage,   was   denn   eigentlich   "Beförderung"   ist,   wird   viel   weitgehender beantwortet als normalerweise gedacht wird. Erneut gibt uns das GGBefG eindeutige Auskunft in § 2 Absatz (2) : „Beförderung    umfasst    nicht    nur    den    Vorgang    der    Ortsveränderung,    sondern    außerdem    die    Übernahme    und    die Ablieferung     des     Gutes     sowie     zeitweilige     Aufenthalte     im     Verlauf     der     Beförderung,     Vorbereitungs-     und Abschlusshandlungen   (Verpacken, Auspacken,   Be-   und   Entladen),   auch   wenn   diese   Handlungen   nicht   vom   Beförderer ausgeführt   werden.   Ein   zeitweiliger   Aufenthalt   im   Verlauf   der   Beförderung   liegt   vor,   wenn   dabei   gefährliche   Güter   für den   Wechsel   der   Beförderungsart   oder   des   Beförderungsmittels   (Umschlag)   oder   aus   sonstigen   transportbedingten Gründen   zeitweilig   abgestellt   werden.   Auf   Verlangen   sind   Beförderungsdokumente   vorzulegen,   aus   denen   Versand- und Empfangsort feststellbar sind. Wird   die   Sendung   nicht   nach   der Anlieferung   entladen,   gilt   das   Bereitstellen   der   Ladung   beim   Empfänger   zur   Entladung als   Ende   der   Beförderung.   Versandstücke,   Tankcontainer,   Tanks   und   Kesselwagen   dürfen   während   des   zeitweiligen Aufenthaltes nicht geöffnet werden.“ Erstaunlich,   nicht   wahr?   Die   Beförderung   beginnt   bereits   bei   den   Vorbereitungen   -   also   beim Abfüllen,   beim   Verpacken und   beim   Kennzeichnen   von   gefährlichen   Gütern   für   einen   späteren   Versand,   selbst   wenn   der   Versandtermin   noch   gar nicht   feststeht.   Und   die   Beförderung   endet   nach   erfolgtem   Transport   erst   dann,   wenn   die   Ware   beim   Empfänger ausgepackt   bzw.   dort   bereitgestellt   wurde.   Diese   Bereitstellung   kann   man   sich   leicht   vorstellen,   wenn   man   an   die   Bahn denkt,   die   an   ein   chemisches   Werk   Kesselwagen   mit   Gefahrgütern   liefert.   Diese   Kesselwagen   werden   erst   bei   Bedarf entleert. Für   den   eigentlichen   Transport,   dies   wird   im   Gesetz   als   "der   Vorgang   der   Ortsveränderung"   bezeichnet,   gibt   es,   wie kann   es   anders   sein,   einen   eigenen   Begriff   -   die   Durchführung   der   Beförderung   -   und   diese   ist   selbstverständlich geregelt, wie auf anderen Seiten noch zu sehen sein wird.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: Januar 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Ausbildung Ausbildung aller Personen, die mit der Beförderung gefährlicher Güter befasst sind, z.B. Verpacker, Befüller von Tanks, Be- und Entladepersonal, Aussteller von  Beförderungsdokumenten, Fahrzeugführer, die Gefahrgut befördern, Landpersonal, das an der Beförderung für den Seeverkehr beteiligt ist.
Bau und Prüfungen Vorschriften für den Bau und Test von Gefahrgutumschlie- ßungen, wie Tanks und Verpackungen. Vorschriften für die Verpackung und Verpackungsart für gefährliche Güter. Bestimmungen für die Bauart von Fahrzeugen, z.B. explosionsgeschützt, sowie die erforderliche Ausrüstung für Notfallmaßnahmen.
Klassifizierung  Vorschriften für die Klassifizierung von Gefahrgut - also - ab wann ist Gefahrgut eigentlich Gefahrgut und welche Eigenschaften und Nebengefahren hat es dann? Darf das Gefahrgut überhaupt transportiert werden und wenn ja, wie und unter welchen Bedingungen? Was ist zusätzlich zu beachten?
ADR - das gilt auch für Privatpersonen   Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass nur gewerbliche Transporte den Auflagen des ADR unterliegen. Auch Sie, als Privatperson, müssen sich danach richten. Beispiel: Sie transportieren mehrere Reservekanister mit Benzin zu Ihrem Garten. Boot oder ähnlichem. Wenn die erlaubte Menge überschritten wird, müssen Sie ein Beförderungspapier haben und sonstige Vorschriften, wie z.B. Verpackung, Markierung usw., sind zu beachten. Haben Sie z.B. kein Beförderungspapier, kann Sie das 500€ Strafe kosten. Machen Sie sich vor der Beförderung einfach mal schlau - siehe Kapitel "Private Transporte"
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Interessant ist die Frage, was eigentlich

gefährliche Güter sind.

Das   Gefahrgutbeförderungsgesetz   (GGBefG)   beantwortet   uns   diese Frage eindeutig in § 2 Absatz (1): "Gefährliche   Güter   sind   Stoffe   und   Gegenstände,   von   denen   auf Grund    ihrer    Natur,    ihrer    Eigenschaften    oder    ihres    Zustandes    im Zusammenhang   mit   der   Beförderung   Gefahren   für   die   öffentliche Sicherheit   oder   Ordnung,   insbesondere   für   die   Allgemeinheit,   für wichtige   Gemeingüter,   für   Leben   und   Gesundheit   von   Menschen sowie für Tiere und Sachen ausgehen können.“ Jetzt   wird   es   noch   einmal   interessant,   denn   die   Frage,   was   denn eigentlich   "Beförderung"   ist,   wird   viel   weitgehender   beantwortet   als normalerweise     gedacht     wird.     Erneut     gibt     uns     das     GGBefG eindeutige Auskunft in § 2 Absatz (2) : „Beförderung   umfasst   nicht   nur   den   Vorgang   der   Ortsveränderung, sondern   außerdem   die   Übernahme   und   die   Ablieferung   des   Gutes sowie      zeitweilige     Aufenthalte      im      Verlauf      der      Beförderung, Vorbereitungs-   und   Abschlusshandlungen   (Verpacken,   Auspacken, Be-    und    Entladen),    auch    wenn    diese    Handlungen    nicht    vom Beförderer   ausgeführt   werden.   Ein   zeitweiliger Aufenthalt   im   Verlauf der   Beförderung   liegt   vor,   wenn   dabei   gefährliche   Güter   für   den Wechsel     der     Beförderungsart     oder     des     Beförderungsmittels (Umschlag)     oder     aus     sonstigen     transportbedingten     Gründen zeitweilig         abgestellt         werden.         Auf         Verlangen         sind Beförderungsdokumente    vorzulegen,    aus    denen    Versand-    und Empfangsort feststellbar sind. Wird    die    Sendung    nicht    nach    der   Anlieferung    entladen,    gilt    das Bereitstellen   der   Ladung   beim   Empfänger   zur   Entladung   als   Ende der      Beförderung.      Versandstücke,     Tankcontainer,     Tanks      und Kesselwagen   dürfen   während   des   zeitweiligen   Aufenthaltes   nicht geöffnet werden.“ Erstaunlich,   nicht   wahr?   Die   Beförderung   beginnt   bereits   bei   den Vorbereitungen    -    also    beim   Abfüllen,    beim    Verpacken    und    beim Kennzeichnen   von   gefährlichen   Gütern   für   einen   späteren   Versand, selbst   wenn   der   Versandtermin   noch   gar   nicht   feststeht.   Und   die Beförderung   endet   nach   erfolgtem   Transport   erst   dann,   wenn   die Ware   beim   Empfänger   ausgepackt   bzw.   dort   bereitgestellt   wurde. Diese   Bereitstellung   kann   man   sich   leicht   vorstellen,   wenn   man   an die    Bahn    denkt,    die    an    ein    chemisches    Werk    Kesselwagen    mit Gefahrgütern    liefert.    Diese    Kesselwagen    werden    erst    bei    Bedarf entleert. Für    den    eigentlichen    Transport,    dies    wird    im    Gesetz    als    "der Vorgang    der    Ortsveränderung"    bezeichnet,    gibt    es,    wie    kann    es anders     sein,     einen     eigenen     Begriff     -     die     Durchführung     der Beförderung    -    und    diese    ist    selbstverständlich    geregelt,    wie    auf anderen Seiten noch zu sehen sein wird.
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Bau und Prüfungen Vorschriften für den Bau und Test von Gefahrgutumschlie- ßungen, wie Tanks und Verpackungen. Vorschriften für die Verpackung und Verpackungsart für gefährliche Güter. Bestimmungen für die Bauart von Fahrzeugen, z.B. explosionsgeschützt, sowie die erforderliche Ausrüstung für Notfallmaßnahmen.
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ADR - das gilt auch für Privatpersonen   Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass nur gewerbliche Transporte den Auflagen des ADR unterliegen. Auch Sie, als Privatperson, müssen sich danach richten. Beispiel: Sie transportieren mehrere Reservekanister mit Benzin zu Ihrem Garten. Boot oder ähnlichem. Wenn die erlaubte Menge überschritten wird, müssen Sie ein Beförderungspapier haben und auch sonstige Vorschriften, wie z.B. Verpackung, Markierung usw., sind zu beachten. Haben Sie z.B. kein Beförderungspapier, kann Sie das 500€ Strafe kosten. Machen Sie sich vor der Beförderung einfach mal schlau - siehe Kapitel "Private Transporte"
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