Abfertigungskennzeichen
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Bestimmte Frachten oder Gegenstände müssen mit Abfertigungskennzeichen versehen werden

Alle   Güter,   die   in   irgendeiner   Weise   mit   Gefahrgut   zu   tun   haben,   werden   durch   die   Vorschriften   der   IATA   DGR reglementiert.   So   kann   es   Frachten   geben,   die   aufgrund   ihrer   Menge   oder   der   von   ihnen   ausgehenden   Gefahren   nicht in   einem   Passagierflugzeug   transportiert   werden   dürfen,   sondern   statt   dessen   nur   in   Frachtflugzeugen   -   oder   sind generell in der zivilen Luftfahrt verboten - je nachdem. Andererseits,   wenn   solche   Güter   höchstens   bestimmte   geringe   Mengen   an   Gefahrstoffen   enthalten,   kann   es   hierfür Erleichterungen in den Vorschriften geben. Jeder Einzelfall muss anhand der IATA DGR geprüft werden. Nachstehend    befassen    wir    uns    mit    einigen    sogenannten   Abfertigungskennzeichen    (Handling    Label),    die    auf    die Gefahrgutverpackung aufgebracht werden müssen- falls zutreffend: Cargo Aircraft Only - kurz CAO Sind   Gefahrgüter   aufgrund   ihrer   Gefährlichkeit   für   Passagierflugzeuge   nicht   erlaubt, oder   überschreiten   sie   die   für   Passagierflugzeuge   erlaubte   Maximalmenge,   ist   der Transport    nur    in    einem    Frachtflugzeug    gestattet.    Dann    müssen    die    Frachtstücke zusätzlich   mit   diesem   Kennzeichen   versehen   werden.   Ein   entsprechenden   Eintrag   in den Dokumenten (AWB und DGD) hat zu erfolgen (siehe Dokumente in der Luftfahrt). Dangerous Goods in Excepted Quantities (Gefahrgüter in freigestellten Mengen) Werden   bestimmte   Mengen   nicht   überschritten,   kann   Gefahrgut   (Klasse   2   bis   6   sowie 8   und   9)   als   freigestellte   Menge   versandt   werden.   Dann   muss   das   linke   Label   auf   das Packstück     geklebt     werden;     gleichzeitig     ersetzt     dieses     Label     die     DGD.     Die Verpackung selbst muss lediglich die Mindestanforderungen der IATA DGR erfüllen. Werden   bestimmte   Mengen   nicht   überschritten,   kann   Gefahrgut   (Klasse   2   bis   6   sowie 8   und   9)   als   freigestellte   Menge   versandt   werden.   Dann   muss   das   linke   Label   auf   das Packstück     geklebt     werden;     gleichzeitig     ersetzt     dieses     Label     die     DGD.     Die Verpackung selbst muss lediglich die Mindestanforderungen der IATA DGR erfüllen. Dangerous Goods in Excepted Packages (Gefahrgüter in freigestellten Versandstücken) Es    gibt    radioaktive    Stoffe,    z.B.    Kontrastmittel    in    der    Medizin,    die    so    schwach radioaktiv   sind,   dass   die   sonst   geforderten,   besonderen   Verpackungen   nicht   benutzt werden   müssen.   Es   genügt   eine   Verpackung,   die   die   Mindestanforderungen   der   IATA DGR   erfüllt.   Dann   ist   das   rechte   Label   auf   das   Versandstück   zu   kleben;   es   ersetzt ebenfalls die DGD. Sowohl für Excepted Quantities als auch Excepted Packages gilt: Ein   entsprechender   Eintrag   in   den AWB,   im   Feld   “Nature   and   Quantity”,   muss   erfolgen,   weil   diese   Label   eine   Shipper’s Declaration ersetzen. Keep away from heat Es    gibt    Gefahrstoffe    in    den    Unterklassen    4.1    und    5.2,    bei denen     unter     Wärmeeinwirkung     eine     chemische     Reaktion ausgelöst     werden     kann,     die     zu     Bränden     führen     oder explosionsartig sein kann. Deshalb      müssen      derartige      Versandstücke      von      allen Wärmequellen    ferngehalten,    vor    direkter    Sonneneinstrahlung geschützt   und   dürfen   nur   in   gut   durchlüfteten   Räumen   gelagert werden. Das   ist   die Aussage   des   linken   Labels,   das   stets   zusammen   mit einem   der   rechts   abgebildeten   Gefahrenlabel   erscheinen   muss. Außerdem    muss    dieser    Satz    in    englischer    Sprache    in    der Handling   Information   der   DGD   eingetragen   sein.   Der   genaue Wortlaut ist: "During   the   course   of   transport,   this   substance   must   be   protected   from   direct   sunlight   and   all   sources   of   heat   and   be placed in adequately ventilated areas." Magnetisches Material Magnetisches     Material     muss     mit     dem     linken     Aufkleber gekennzeichnet   werden.   Es   gehört   zur   Klasse   9   und   ersetzt das rechts abgebildete Label auf den Versandstücken. Seit     den     IATA-Vorschriften     für     das     Jahr     2011     ist     eine Versendererklärung   nicht   mehr   notwendig,   jedoch   muss   zum Transport die Erlaubnis der Luftverkehrsgesellschaft vorliegen. Lithium Metall Batterie (Lithium Metal Battery) - links bzw. Lithium Ionen Batterie (Lithium Ion Battery) - rechts Wenn   Lithium-Metall-   oder   Lithium-Ionen-Batterien versendet      werden      und      nach      Verpackungs- anweisung    965    -    970,    Sektion    II    (ebenso    nach Section       IB),       verpackt       sind,       müssen       die Versandstücke    diese    Label    einschließlich    einer Telefonnummer aufweisen. Im      Fall      einer      Beschädigung      eines      solchen Versandstücks   darf   es   nicht   transportiert   werden, denn es besteht Brandgefahr. Erst      nach      Überprüfung      und      ggfls.      einer Neuverpackung darf der Transport wieder aufgenommen werden. Ihr   lieben   Luftfrachtspediteure   -   auf   ein   Wort   wegen   der   Angabe   der   Stückzahl   solcher   Packstücke   in   einem AWB . Der   einleitende   Satz   der   Verpackungsanweisungen   965-970   in   der   Sektion   II   nimmt   diese   Fracht   von   vielen   anderen Regel   der   IATA   Vorschriften   aus.   Darunter   gehört   IATA   DGR   8.2.3,   wo   die   Angaben   im   AWB   geregelt   werden,   wenn keine   DGD   notwendig   sind.   Manche   Ihrer   Kollegen   halten   sich   strikt   daran,   in   dem   sie   keine   Angabe   über   die Stückzahl machen, ja, sie beharren sogar stur darauf - was aber falsch ist! Warum? Stellen   Sie   sich   vor,   Ihre   Fracht   besteht   aus   10   Versandstücken,   aber   nur   eines   davon   enthält   z.B.   Lithium   Metall Batterien,   und   Sie   geben   auf   dem AWB   keine   Stückzahl   an.   Was   soll   dann   der   Mitarbeiter   der Airline   eigentlich   prüfen? Er   sieht,   dass   ein   Packstück   das   Label   trägt,   die   anderen   aber   nicht.   Er   weiß   nicht,   ob   ein   oder   mehrere   Label vielleicht   abgefallen   sind   oder   vergessen   wurden   aufzukleben,   was   ja   tatsächlich   öfter   vorkommt,   oder   ob   alles   wirklich so   richtig   ist.   Sich   ausschließlich   auf   das   Angelieferte   verlassen,   nach   dem   Motto   -   es   wird   schon   richtig   sein   -,   das geht natürlich auch nicht. Zu hoch ist die Anzahl der regelmäßigen Gefahrgutablehnungen. Die   Fracht   kann   so   nicht   sicher   sein   -   im   Sinne   von   SAFE. Also   hat   der   Kollege   nur   die   eine   Möglichkeit,   den Transport aus   Gründen   der   Luftsicherheit   solange   abzulehnen,   bis   der   Sachverhalt   geklärt   ist.   Nur   gut,   dass   Sie   gegen   diesen Aspekt nicht argumentieren und schon gar nicht anrennen können, obwohl manche dies versuchen. Ihr   Kunde   ist   unzufrieden   und   Sie   ebenfalls,   weil   die   Fracht   erheblich   verspätet   ist.   Und   das   alles   nur,   weil   jemand keine Stückzahl angeben will, aber aus logisch nachvollziehbaren Gründen angeben sollte. Was spricht dann eigentlich dagegen, die Angaben gleich vollständig zu machen? Wenn   man   bedenkt,   dass   zumindest   der   Verdacht   besteht,   dass   inzwischen   zwei   Flugzeuge   abgestürzt   sind   und   ein anderes   notlanden   musste   und   bei   allen   Maschinen   Lithiumbatterien   geladen   waren   (der   Sachverhalt   ist   immer   noch nicht   abschließend   geklärt),   dann   ist   die,   meiner   Auffassung   nach,   legere   Verpackungsanweisung   der   IATA   für   mich völlig unverständlich. Wie   brisant   dieses   Thema   ist,   zeigt   sich   darin,   dass   es   bereits   ein   Addendum   der   IATA   gab,   noch   bevor   die   für   das Jahr   2013   gültige   Ausgabe   der   DGR   überhaupt   gültig   war.   Um   kaum   hatte   sie   Gültigkeit,   kam   schon   im   Januar   2013 das   2.   Addendum   heraus.   Schauen   Sie   sich   mal   die   Änderungen   an   -   die   allermeisten   handeln   von   der   Handhabung von   Lithiumbatterien.   Diese   Initiative   stammt   übrigens   von   den   Airlines   selbst   -   und   nicht   von   der   IATA,   was   übrigens ein Trauerspiel ist. Umso    erfreulicher    ist    es,    dass    das    LBA    diese    Problematik    nicht    nur    genauso    sieht,    sondern    in    einem Rundschreiben   aus   Mai   2013   gehandelt   hat,   in   dem   es   für   Deutschland   die   Anweisung   zur   Angabe   von Stückzahlen vorgeschrieben hat. Diese Anweisung gilt auch jetzt noch. Leider   hat   die   IATA   noch   immer   nicht   entsprechend   reagiert,   obwohl   in   der   Zwischenzeit   viele Airlines   in   ihren “Ausnahmen der Luftverkehrsgesellschaften”, IATA Kapitel 2.8, dies für sich längst umgesetzt haben. Ich stelle Ihnen das o.g. Rundschreiben auf der Seite Download  zum Nachlesen zur Verfügung.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr     Letzte Aktualisierung: Januar 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze.
Copyright © 2003-2017 Bernd Kesten • Gefahrgutbeauftragter für Straßen- und Luftverkehr • Letzte Aktualisierung: Oktober 2017 Es gelten immer die jeweils gültigen Fassungen nach ADR, ICAO-TI und IATA DGR sowie die nationalen Bestimmungen und Gesetze. Impressum Datenschutz 
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Bestimmte Frachten oder Gegenstände müssen mit

Abfertigungskennzeichen versehen werden

Alle   Güter,   die   in   irgendeiner   Weise   mit   Gefahrgut   zu   tun   haben, werden   durch   die   Vorschriften   der   IATA   DGR   reglementiert.   So   kann es   Frachten   geben,   die   aufgrund   ihrer   Menge   oder   der   von   ihnen ausgehenden      Gefahren      nicht      in      einem      Passagierflugzeug transportiert     werden     dürfen,     sondern     statt     dessen     nur     in Frachtflugzeugen    -    oder    sind    generell    in    der    zivilen    Luftfahrt verboten - je nachdem. Andererseits,    wenn    solche    Güter    höchstens    bestimmte    geringe Mengen   an   Gefahrstoffen   enthalten,   kann   es   hierfür   Erleichterungen in den Vorschriften geben. Jeder Einzelfall muss anhand der IATA DGR geprüft werden. Nachstehend      befassen      wir      uns      mit      einigen      sogenannten Abfertigungskennzeichen       (Handling       Label),       die       auf       die Gefahrgutverpackung aufgebracht werden müssen- falls zutreffend: Cargo Aircraft Only - kurz CAO Sind    Gefahrgüter    aufgrund    ihrer Gefährlichkeit                                für Passagierflugzeuge    nicht    erlaubt, oder     überschreiten     sie     die     für Passagierflugzeuge             erlaubte Maximalmenge,    ist    der    Transport nur      in      einem      Frachtflugzeug gestattet.       Dann       müssen       die Frachtstücke   zusätzlich   mit   diesem Kennzeichen     versehen     werden. Ein   entsprechenden   Eintrag   in   den   Dokumenten   (AWB   und   DGD) hat zu erfolgen (siehe Dokumente in der Luftfahrt). Dangerous Goods in Excepted Quantities (Gefahrgüter in freigestellten Mengen) Werden   bestimmte   Mengen   nicht überschritten,     kann     Gefahrgut (Klasse   2   bis   6   sowie   8   und   9) als   freigestellte   Menge   versandt werden.    Dann    muss    das    linke Label   auf   das   Packstück   geklebt werden;       gleichzeitig       ersetzt dieses     Label     die     DGD.     Die Verpackung   selbst   muss   lediglich die     Mindestanforderungen     der IATA DGR erfüllen. Werden    bestimmte    Mengen    nicht    überschritten,    kann    Gefahrgut (Klasse   2   bis   6   sowie   8   und   9)   als   freigestellte   Menge   versandt werden.    Dann    muss    das    linke    Label    auf    das    Packstück    geklebt werden;   gleichzeitig   ersetzt   dieses   Label   die   DGD.   Die   Verpackung selbst    muss    lediglich    die    Mindestanforderungen    der    IATA    DGR erfüllen. Dangerous Goods in Excepted Packages (Gefahrgüter in freigestellten Versandstücken) Es     gibt     radioaktive     Stoffe,     z.B. Kontrastmittel    in    der    Medizin,    die so   schwach   radioaktiv   sind,   dass die   sonst   geforderten,   besonderen Verpackungen        nicht        benutzt werden    müssen.    Es    genügt    eine Verpackung,               die               die Mindestanforderungen     der     IATA DGR   erfüllt.   Dann   ist   das   rechte   Label   auf   das   Versandstück   zu kleben; es ersetzt ebenfalls die DGD. Sowohl für Excepted Quantities als auch Excepted Packages gilt: Ein    entsprechender    Eintrag    in    den    AWB,    im    Feld    “Nature    and Quantity”,     muss     erfolgen,     weil     diese     Label     eine     Shipper’s Declaration ersetzen. Keep away from heat Es    gibt    Gefahrstoffe    in    den Unterklassen   4.1   und   5.2,   bei denen                                unter Wärmeeinwirkung               eine chemische   Reaktion   ausgelöst werden   kann,   die   zu   Bränden führen     oder     explosionsartig sein kann. Deshalb      müssen      derartige Versandstücke       von       allen Wärmequellen      ferngehalten, vor   direkter   Sonneneinstrahlung   geschützt   und   dürfen   nur   in   gut durchlüfteten Räumen gelagert werden. Das   ist   die   Aussage   des   linken   Labels,   das   stets   zusammen   mit einem    der    rechts    abgebildeten    Gefahrenlabel    erscheinen    muss. Außerdem   muss   dieser   Satz   in   englischer   Sprache   in   der   Handling Information der DGD eingetragen sein. Der genaue Wortlaut ist: "During   the   course   of   transport,   this   substance   must   be   protected from    direct    sunlight    and    all    sources    of    heat    and    be    placed    in adequately ventilated areas." Magnetisches Material Magnetisches    Material    muss mit      dem      linken      Aufkleber gekennzeichnet     werden.     Es gehört     zur     Klasse     9     und ersetzt   das   rechts   abgebildete Label                auf                den Versandstücken. Seit      den      IATA-Vorschriften      für      das      Jahr      2011      ist      eine Versendererklärung     nicht     mehr     notwendig,     jedoch     muss     zum Transport die Erlaubnis der Luftverkehrsgesellschaft vorliegen. Lithium Metall Batterie (Lithium Metal Battery) - links bzw. Lithium Ionen Batterie (Lithium Ion Battery) - rechts Wenn     Lithium-Metall-     oder     Lithium-Ionen-Batterien     versendet werden    und    nach    Verpackungs-anweisung    965    -    970,    Sektion    II (ebenso   nach   Section   IB),   verpackt   sind,   müssen   die   Versandstücke diese Label einschließlich einer Telefonnummer aufweisen. Im   Fall   einer   Beschädigung   eines   solchen   Versandstücks   darf   es nicht transportiert werden, denn es besteht Brandgefahr. Erst   nach   Überprüfung   und   ggfls.   einer   Neuverpackung   darf   der Transport wieder aufgenommen werden. Ihr   lieben   Luftfrachtspediteure   -   auf   ein   Wort   wegen   der Angabe der Stückzahl solcher Packstücke in einem AWB . Der   einleitende   Satz   der   Verpackungsanweisungen   965-970   in   der Sektion   II   nimmt   diese   Fracht   von   vielen   anderen   Regel   der   IATA Vorschriften   aus.   Darunter   gehört   IATA   DGR   8.2.3,   wo   die   Angaben im AWB   geregelt   werden,   wenn   keine   DGD   notwendig   sind.   Manche Ihrer   Kollegen   halten   sich   strikt   daran,   in   dem   sie   keine Angabe   über die   Stückzahl   machen,   ja,   sie   beharren   sogar   stur   darauf   -   was   aber falsch ist! Warum? Stellen   Sie   sich   vor,   Ihre   Fracht   besteht   aus   10   Versandstücken, aber   nur   eines   davon   enthält   z.B.   Lithium   Metall   Batterien,   und   Sie geben    auf    dem    AWB    keine    Stückzahl    an.    Was    soll    dann    der Mitarbeiter     der    Airline     eigentlich     prüfen?     Er     sieht,     dass     ein Packstück   das   Label   trägt,   die   anderen   aber   nicht.   Er   weiß   nicht,   ob ein   oder   mehrere   Label   vielleicht   abgefallen   sind   oder   vergessen wurden   aufzukleben,   was   ja   tatsächlich   öfter   vorkommt,   oder   ob alles   wirklich   so   richtig   ist.   Sich   ausschließlich   auf   das   Angelieferte verlassen,   nach   dem   Motto   -   es   wird   schon   richtig   sein   -,   das   geht natürlich    auch    nicht.    Zu    hoch    ist    die    Anzahl    der    regelmäßigen Gefahrgutablehnungen. Die   Fracht   kann   so   nicht   sicher   sein   -   im   Sinne   von   SAFE.   Also   hat der   Kollege   nur   die   eine   Möglichkeit,   den   Transport   aus   Gründen der   Luftsicherheit   solange   abzulehnen,   bis   der   Sachverhalt   geklärt ist.   Nur   gut,   dass   Sie   gegen   diesen Aspekt   nicht   argumentieren   und schon gar nicht anrennen können, obwohl manche dies versuchen. Ihr    Kunde    ist    unzufrieden    und    Sie    ebenfalls,    weil    die    Fracht erheblich    verspätet    ist.    Und    das    alles    nur,    weil    jemand    keine Stückzahl     angeben     will,     aber     aus     logisch     nachvollziehbaren Gründen angeben sollte. Was     spricht     dann     eigentlich     dagegen,     die     Angaben     gleich vollständig zu machen? Wenn   man   bedenkt,   dass   zumindest   der   Verdacht   besteht,   dass inzwischen    zwei    Flugzeuge    abgestürzt    sind    und    ein    anderes notlanden   musste   und   bei   allen   Maschinen   Lithiumbatterien   geladen waren   (der   Sachverhalt   ist   immer   noch   nicht   abschließend   geklärt), dann         ist         die,         meiner         Auffassung         nach,         legere Verpackungsanweisung der IATA für mich völlig unverständlich. Wie   brisant   dieses   Thema   ist,   zeigt   sich   darin,   dass   es   bereits   ein Addendum   der   IATA   gab,   noch   bevor   die   für   das   Jahr   2013   gültige Ausgabe    der    DGR    überhaupt    gültig    war.    Um    kaum    hatte    sie Gültigkeit,   kam   schon   im   Januar   2013   das   2.   Addendum   heraus. Schauen   Sie   sich   mal   die   Änderungen   an   -   die   allermeisten   handeln von   der   Handhabung   von   Lithiumbatterien.   Diese   Initiative   stammt übrigens   von   den   Airlines   selbst   -   und   nicht   von   der   IATA,   was übrigens ein Trauerspiel ist. Umso   erfreulicher   ist   es,   dass   das   LBA   diese   Problematik   nicht nur   genauso   sieht,   sondern   in   einem   Rundschreiben   aus   Mai 2013   gehandelt   hat,   in   dem   es   für   Deutschland   die   Anweisung zur     Angabe     von     Stückzahlen     vorgeschrieben     hat.     Diese Anweisung gilt auch jetzt noch. Leider   hat   die   IATA   noch   immer   nicht   entsprechend   reagiert, obwohl   in   der   Zwischenzeit   viele   Airlines   in   ihren   “Ausnahmen der   Luftverkehrsgesellschaften”,   IATA   Kapitel   2.8,   dies   für   sich längst umgesetzt haben. Ich   stelle   Ihnen   das   o.g.   Rundschreiben   auf   der   Seite   Download   zum Nachlesen zur Verfügung.
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